Messdaten erfassen und verwalten Digitales Oszilloskop und DAQ-System für Einsteiger

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Ein Einsteiger-Scope mit einer Bandbreite bis 300 MHz sowie zwei analogen Kanälen und einen modular aufgebauten DMM/Multiplexer mit bis zu 320 Kanälen bietet der Messtechnik-Anbieter Rigol.

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Oszilloskop-Familie: Rigol bietet mit der Familie DS2000A ein digitales Oszilloskop mit integriertem 2-Kanal-Arbiträren-Funktionsgenerator.
Oszilloskop-Familie: Rigol bietet mit der Familie DS2000A ein digitales Oszilloskop mit integriertem 2-Kanal-Arbiträren-Funktionsgenerator.
(Rigol)

Testzeiten reduzieren und Projekte schneller auf den Markt bringen, das sind entscheidende Kriterien für einen Entwicklungsingenieur. Um dem gerecht zu werden, bietet Rigol eine neue Familie von Oszilloskopen. Die Familie DS2000A-(S) spricht speziell Einsteiger oder den mittleren Leistungsbereich an. Die Bandbreite startet bei 70 MHz und reicht über 100, 200 bis zu 300 MHz. Mess-Signale lassen sich über die zwei analogen Kanäle oder über 16 digitale Kanäle aufnehmen. Dabei liegt die Abtastrate bei 2 GS/s und einem Kanal und 1 GS/s wenn beide Kanäle verwendet werden.

Trigger-Funktionen und Funktionsgenerator

Das Analog-Frontend ist rauschärmer und bietet eine vertikale Auflösung von 500 µV/div bis 10 V/div über die gesamte Bandbreite. Die Geräte-Familie nutzt die Rigol eigene Ultra-Vision-Technologie aus der DS6000-Serie. Es handelt sich um ein Zusammenspiel von Hard- und Software. Ziel ist es, die Belastung der CPU so gering wie möglich zu halten. Jede Tätigkeit des Controllers vergrößert die Blindzeit und verkleinert im Gegenzug die Kurven-Wiederhol-Rate.

Es lassen sich bis zu 50.000 Signalzüge innerhalb einer Sekunde erfassen und auf dem 8-Zoll-Display intensitätsabhängig in 256 Stufen darstellen. An Trigger-Funktionen sind an Bord: Runt, Step-hold, Windows, N-te Flanke und automatische Messfunktionen mit Statistik. Die Geräte bieten zudem serielle Bus-Trigger und verschiedene Mathematik-Funktionen. Optional decodieren sie I²C, SPI, RS-232 und CAN-Bus.

Ergänzendes zum Thema
Anwenderforum Oszilloskope am 21. Mai in Würzburg

Keynote: Aktuelle Oszilloskop-Trends – und wie technologische Innovationen diese Trends unterstützen.

Seit vielen Jahrzehnten gehört das Oszilloskop zum Grundwerkzeug eines jeden Elektronik-Entwicklers. Dabei haben sich nicht nur die Messaufgaben im Laufe der Zeit verändert und sind komplexer geworden, sondern es sind auch die Messgeräte, die sich diesen neuen Anforderungen immer wieder anpassen müssen. Treiber sind dabei die Anwendungen und Bedürfnisse der Benutzer. Aber auch die IT-Entwicklung setzt Trends, ob bei Schnittstellen oder der Software bzw. Bedientechnik, die dann in der Messtechnik ebenfalls adaptiert bzw. erwartet werden. Und manchmal sind es auch die Messtechnik-Hersteller selbst, die mit technologischen Innovationen erst neue Möglichkeiten und mehr Komfort eröffnen.

Die Keynote von Peter Kasenbacher, Digital Market Segment Manager EMEA bei Agilent Technologies, zeichnet exemplarisch einige dieser Entwicklungen nach und gibt Einblicke wie der Hersteller mit eigenen technologischen Innovationen diese Trends zum Nutzen der Anwender unterstützt.

Mehr zum Anwenderforum Oszilloskope erfahren Sie hier.

Als Option werden die Oszilloskope mit einem eingebauten 2-Kanal-Arbiträr-Funktionsgenerator mit einer Bandbreite von 25 MHz geliefert. Die Zwischenstufe eines externen Generators oder eine PC-Software entfällt. Die erfassten Mess-Signale lassen sich einfach herunter laden und anschließend zur Stimulation und Signalerzeugung ausgeben. Für die Aufnahme der Mess-Signale bietet Rigol verschiedene aktive und passive Tastköpfe und weiteres Zubehör. Der serielle Bus-Trigger ist Standard, während das Decoding eine kostenpflichtige Zusatzoption ist.

Wenn Daten erfasst oder geloggt werden sollen, bietet sich das System M300 an. Das DAQ (Data Acquisition) verbindet ein DMM mit einem Messstellenumschalter und lässt sich mit bis zu fünf Einsteckkarten erweitern. Dazu gehören 10 verschiedene Umschaltkarten und Steuerkarten von 2-poligen Schaltern bis zu Matrixkarten. Optional ist auch ein DMM mit 6½ Stellen verfügbar.

DMM/Multiplexer-System mit bis zu 320 Kanälen

Zum direkten Anschluss an PC oder Notebook stehen Schnittstellen wie LAN (LXI), USB, RS232 und GBIP-Interface zur Verfügung. Das modulare System mit 16 bis maximal 320 Kanälen in einer Single-Box verbindet exaktes Messen und die Möglichkeit, flexibel Signale an unterschiedliche Test- und Prüfanwendungen anzupassen. Über ein softwarebasiertes Web-Interface erfolgt ein Fernzugriff auf das System. Daten lassen sich via USB oder im internen Speicher ablegen. Zum Lieferumfang gehört die Software UltraAcquire, um das System auch ohne Rechner bedienen zu können. Gegen Aufpreis ist die erweiterte Software UltraAcquire-Pro erhältlich. //heh

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