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Digital-Oszilloskope und Echtzeit-Spektrum-Analysatoren von Rigol

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Wer auf der Suche nach einem guten Oszilloskop ist, sollte sich die Serien MSO8000 und MSO5000 von Rigol genauer anschauen. Für den Pre-Compliance-Test bietet der Hersteller außerdem einen interessanten Spektrum-Analysator an.

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Die Oszilloskope MSO8000 und MSO5000 von Rigol bieten viele Funktionen zu einem guten Preis. Wer Pre-Compliance-Test seiner Hardware durchführen muss, ist mit dem Echtzeit-Spektrumanalysator gut bedient.
Die Oszilloskope MSO8000 und MSO5000 von Rigol bieten viele Funktionen zu einem guten Preis. Wer Pre-Compliance-Test seiner Hardware durchführen muss, ist mit dem Echtzeit-Spektrumanalysator gut bedient.
(Bild: Rigol)

In seinen beiden Oszilloskopen MSO8000 und MSO5000 hat der chinesische Messtechnik-Hersteller Rigol neben seinem eigenen Chip auch die UltraVision-II-Technologieplattform verbaut. Das MSO8000 ist das Flaggschiff des Herstellers: Es bietet Bandbreiten von 600 MHz, 1 und 2 GHz sowie einer maximalen Abtastrate von 10 GS/s. Typische Anwendungen gehören automatisierte Tests, Protokollanalysen für serielle Busse in der Fahrzeugelektronik, Messen elektronischer Schaltungen, Schaltleistungsmessungen oder -analysen in der Leistungselektronik.

Zudem verfügen die Geräte über einen kapazitiven Touchscreen mit 10,1''. Dem Anwender stehen für die Erfassung und Verarbeitung großer Datenmengen auf allen Kanälen eine Speichertiefe von 500 MPts zur Verfügung. Die Signalerfassungsrate von bis zu 600.000 Wfms/s ermöglicht die Echtzeit-Aufzeichnung und Wiedergabe von Signalen mit bis zu 450.000 Frames. In das Oszilloskop integriert ist eine Messmethode mit Echtzeit-Augendiagramm und Jitter-Analyse-Software sowie der Darstellung des Jitter-Trends, erweitert um das Jitter- und das Rauschverhalten einer digitalen Übertragung vermessen zu können.

Kleiner Oszilloskop-Bruder mit 350 MHz

Der kleine Bruder ist das Modell MSO5000, das einen Touch-Bildschirm mit 9'' bietet. Auf den Markt gekommen ist das Oszilloskop Ende 2018 und war das erste Messgerät von Rigol, das ganz in Schwarz ist. Das aktuelle Release des Oszilloskop hat der Hersteller überarbeitet: Es bietet Bandbreiten von 70 MHz bis 350 MHz (Bandbreiten-Upgrade möglich) und einer Abtastrate von 8 GS/s. Damit eignet sich die Serie für Anwendungen in Forschung und Entwicklung, Hochschule und Ausbildung, Produktion und Qualitätskontrolle, der Kommunikation und der Industrie- und Leistungselektronik.

Zur Erfassung und Verarbeitung von Messdaten steht eine Speichertiefe von bis zu 200 Mio. Punkten (Option). Mit einer Signalerfassungsrate von bis zu 500.000 wfms/sek kann der Anwender schnelle Signalfolgen erfassen, darstellen und auswerten. Durch den empfindlicheren Eingang (500 µV/div) ist die Analyse von sehr kleinen Signaldetails möglich. In alle Modelle der Serie 5000 hat Rigol die BodePlot-Funktion zu den bereits vorhandenen Standardanwendungen integriert. Zudem hat Rigol beide Oszilloskop-Serien mit einem Resolution-Modus von 12 Bit erweitert.

Für den Messtechniker interessant sind die vielfältigen Trigger wie der Zonentrigger oder die Mathematik- und Darstellungsmöglichkeiten (erweiterte FFT von 1 Mio Punkten, Masken-Test und Power-Analyse) sind ebenso wie alle üblichen Seriellen Bus-Protokoll-Analysefunktionen in erweiterter Form erhältlich. Hinzu kommen ein integriertes Voltmeter, Frequenzzähler und ein optionaler Zwei-Kanal-Arb-Generator (7-in-1-Gerät).

RealTime Spektrum-Analysator mit vier Funktionen

Neben seinen Oszilloskopen sind die Echtzeit-Spektrum-Analysatoren (RealTime) interessant. Mit der Serie RSA3000-E. Die Geräte basieren auf die von Rigol entwickelte UltraReal-Technologie. Die Spektrum-Analysatoren lassen sich dank des zusätzlichen 1,5-/3,0-GHz-Tracking-Generator als skalaren Netzwerk-Analyzer verwenden. Die Serie ist modular aufgebaut und verfügt über vier Funktionen:

  • 1. RTSA: Echtzeit-Spektrum-Analysator bis zu einer maximalen Bandbreite von 10 MHz,
  • 2. GPSA: Spektrum-Analysator,
  • 3. EMI: Integriertes Testtool für Vorabkonformitätsprüfungen nach CISPR-Vorgaben und
  • 4. VSA: ASK-/FSK-Demodulation.

RTSA: Die Echtzeitbandbreite beträgt Standard 10 MHz. Durch die schnelle Berechnung der FFT lässt sich bei dem Gerät eine einhundertprozentige Erfassungswahrscheinlichkeit mit korrekter Amplitude (POI) von bis zu 9,3 µs erreichen. Im RTSA-Mode lassen sich Signale erfassen, die mit einem normalen Spektrum-Analysator nicht gemessen werden können. Hier lassen sich unterschiedliche Messungen wie eine Dichtigkeitsdarstellung über die Frequenz Spektrogramm oder die Leistung über den Zeitbereich darstellen. Alle Darstellungen können auch gleichzeitig angezeigt werden.

GPSA: Dieser Mode arbeitet nach dem Überlagerungsprinzip und bietet Spezifikationen wie einen niedrigen DANL (-161dBm/Hz, typ.) und seiner Schnelligkeit aus. Die Phasenrauschleistung des RSA3000E beträgt -102 dBc/Hz (typ. Trägerabstand: 10 kHz). Außerdem verfügt der Spektrum-Analysator über einen RBW von 1 Hz bis 3 MHz und lässt sich in 1-3-10-Abstufung einstellen. Der Anwender kann Frequenzbereiche ab 9 kHz bis zur vollen Bandbreite von 3,0 GHz des Instruments einstellen.

Die EMI-Funktion: Mit der integrierten Zusatzoption, wie dem EMI-Filter und Quasi Peak Kit sowie den erweiterbaren Messfunktionen und dem EMI Tool, eignet sich der Analysator RSA3000E-TG für Pre-Compliance-Tests von Baugruppen, Geräten und Komponenten. Anwender können preiswert einen Vor-Test im eigenen Haus durchführen, bevor die Produkte an externe, zertifizierte und kostenintensive Testlabore gegeben werden. Hier kann schon während der Produktentwicklung sichergestellt werden, dass das die EU-Normen für EMV erfüllt wird.

In den Analysator integriert sind CISPR-16-1-1-Detektoren, CISPR-16-1-1-Bandbreiten, Log und linear Darstellung, Signalergebnis-Tabellen, flexible Scan-Tabellen, simultane Detektoren an Messmeter, automatische Limits mit Deltaberücksichtigung, Messungen am Marker oder Report Generierung.

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