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Go Beyond 4.0 Die Zukunft der deutschen Industrieproduktion erforschen

| Redakteur: Johann Wiesböck

Kleinserien und Unikate unter Massenproduktionsbedingungen herzustellen, verlangt nach neuen Fertigungsstrategien. Hier besteht großer Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Dazu wurde das Leitprojekt „Go Beyond 4.0“ unter der Führung des Fraunhofer ENAS gestartet.

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Go Beyond 4.0: Das neues Fraunhofer-Leitprojekt zur digitalen Fertigung in der Massenproduktion
Go Beyond 4.0: Das neues Fraunhofer-Leitprojekt zur digitalen Fertigung in der Massenproduktion
(Bild: Fraunhofer ENAS)

Das Projekt „Go Beyond 4.0“ will traditionelle Fertigungsmethoden mit Zunftstechnologien und digitalen Produktionsverfahren verknüpfen, um Kleinserien und Unikate unter Massenproduktionsbedingungen herzustellen zu können. Um derartige Lösungen für die deutsche Industrie zu liefern, bündeln die Fraunhofer-Institute ENAS (Projektführer), IWU, IFAM, ILT, IOF und ISC disziplinübergreifend ihre Kompetenzen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Photonik und Materialwissenschaften.

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Schwerpunkte am Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS sind:
  • Entwicklung und Industrialisierung von Drucktechnologien für den Funktionsdruck
  • Adaption und Deposition von Funktionstinten auf der Basis des Digitaldruckverfahrens Inkjet
  • Digitale Technologien für die Funktionalisierung gedruckter Materialmuster
  • Integration von Mikrosystemtechnik, Elektronik und gedruckten Komponenten in individualisierte Massenprodukte
  • Entwicklung von Systemlösungen und Zuverlässigkeitskonzepten zur Sicherung der 0-Fehler-Produktion

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Fraunhofer-Leitprojekt zur Digitalen Fertigung in der Massenproduktion

Am 10. Februar 2017 fiel am Chemnitzer Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS der Startschuss für die Erforschung einer neuen Ära in der Produktion: Das Fraunhofer-Leitprojekt „Go Beyond 4.0“ zur digitalen Fertigung in der Massenproduktion wurde startet.

Die Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung der industriellen Großserienfertigung gehört zu den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Vor allem Unternehmen der Zukunftsmärkte Automotive, Consumer Electronics, Manufacturing und Lighting müssen die wirtschaftlichen Vorteile der Massenfertigung beibehalten, um auch vom Markt geforderte individualisierte Produkte herzustellen.

„Die zunehmend nachgefragte Individualisierung von Industrieprodukten verlangt nach neuen Fertigungsstrategien. Hier gibt es noch großen Forschungsbedarf. Deshalb fördern wir dieses Thema bei Fraunhofer als ein zukunftsweisendes Leitprojekt. Ziel der Leitprojekte ist es, wissenschaftlich originäre Ideen zügig in marktrelevante Produkte umzusetzen und den technologischen Vorsprung für die deutsche wie europäische Wirtschaft auszubauen. Dazu bündeln wir die Kompetenzen mehrerer Institute, um alle relevanten Facetten des Themas abzudecken“, sagt Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

Das Leitprojekt „Go Beyond 4.0“ unter der Führung des Fraunhofer ENAS verknüpft traditionelle Fertigungsmethoden mit Zukunftstechnologien und digitalen Produktionsverfahren. „Wir wollen im Projektkonsortium digitale Druck- und Laserverfahren, die bislang kaum in der Massenfertigung eingesetzt werden, nutzen um Massenprodukte zu individualisieren“, betont der Projektleiter Prof. Thomas Otto, kommissarischer Leiter des Fraunhofer ENAS. „Mit dieser Kombination lassen sich Serienprodukte ressourcenschonend und kosteneffizient bis hin zum Unikat individuell gestalten.“

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