Studentenstudie

Die Vorbilder deutscher Studenten: Vater, Mutter und Angela Merkel

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Männer wollen mehr Geld als Frauen

Im Durchschnitt rechnen die Studenten mit einem Einstiegsgehalt von 35.100 Euro – Männer wollen aber deutlich mehr (38.500), während sich Frauen mit weniger zufrieden geben (31.700).

Kontakte wichtiger als gute Noten

Um die Arbeitgeber in spe zu überzeugen, setzen die Studenten auf Praktika und Kontakte – 71 bzw. 65 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass diese Kriterien eine essenzielle Rolle für die Karriere spielen. Gute Noten und Auslandserfahrung stehen nach Meinung der Studenten weniger im Fokus – noch nicht einmal jeder Dritte (32 bzw. 30 Prozent) hält dieses Kriterium für sehr wichtig.

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„Praktika und Werkstudentenjobs öffnen viele Türen in die spätere Berufswelt – und die Studenten haben dann bereits eine solide Vorstellung davon, was sie wollen und können. Diese hohe Praxisorientierung ist auch für Unternehmen ein gutes Zeichen“, lobt Grohnert. „Allerdings sollten gute Noten und Auslandserfahrung darüber nicht vernachlässigt werden – gerade bei besonders begehrten Stellen sind diese Kriterien oft das Zünglein an der Waage.“

Arbeitgeber sollen sichere Jobs bieten

Umgekehrt haben auch die Studenten genaue Vorstellungen davon, was ihnen ein guter Arbeitgeber bieten sollte. Zunächst einmal wünschen sie sich eine solide Stelle – ein sicherer Job ist für mehr als sechs von zehn Studenten (61 Prozent) ein wichtiges Entscheidungskriterium, dicht gefolgt von einem guten Gehalt und der Möglichkeit von Gehaltssteigerungen (59 Prozent). An dritter Stelle folgt bereits die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die für 57 Prozent der Studenten ein Kernkriterium bei der Auswahl des Arbeitgebers ist. Auch flexible Arbeitszeiten generell spielen für viele Studenten eine entscheidende Rolle (41 Prozent).

Im Arbeitsalltag wünschen sich die Studenten außerdem einen guten Führungsstil und eine ausgeprägte Feedback-Kultur – diese Faktoren sind 64 bzw. 42 Prozent der Befragten sehr wichtig. Die Möglichkeit zur Weiterbildung im Unternehmen steht bei 59 Prozent der Befragten weit oben auf der Wunschliste. Materielle Zusatzleistungen wie Smartphones oder Ermäßigungen beispielsweise für Fitness-Studios sind hingegen nur für 14 Prozent entscheidend.

„Kleinere Extras sind für Studenten ein Nice-to-have – ein sicherer Job und ein ordentliches Gehalt sind hingegen für viele Standard“, sagt Grohnert. „Und die Studenten achten bereits vor ihrem Berufseinstieg auf flexible Arbeitszeiten. Auch wenn die meisten von ihnen noch keine Kinder haben und vielleicht auch erst in mehreren Jahren eine Familie gründen – das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist sehr präsent und entscheidend für das Image eines Arbeitgebers. Auch hier sind die Studenten nicht bereit, für ihren Beruf im Privaten Abstriche zu machen – und zum Glück stellen viele Unternehmen sie gar nicht erst vor diese Entscheidung.“

Das wäre aus Unternehmenssicht auch nicht klug: Schließlich sind die Studenten durchaus wechselfreudig, die Bindung an den ersten Arbeitgeber ist gering. So wollen zwei Drittel der Studenten maximal vier Jahre bei ihrem ersten Arbeitgeber bleiben – eine Zugehörigkeit von über zehn Jahren ist lediglich für jeden Zehnten realistisch.

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