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Ernst & Young Studentenstudie 2014 Die Vorbilder deutscher Studenten: Vater, Mutter und Angela Merkel

| Redakteur: David Franz

Sichere Jobs, gute Gehälter, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – das erhoffen sich Studenten von ihrem künftigen Arbeitgeber. Wie die Generation Y tickt, verrät die Ernst & Young Studentenstudie 2014.

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Familie und Freunde sind den deutschen Studenten am wichtigsten – andere Werte wie Wohlstand, Hobbys oder Karriere stehen dahinter zurück. Und gesellschaftliches Engagement ist nur einer Minderheit ein Herzensanliegen.
Familie und Freunde sind den deutschen Studenten am wichtigsten – andere Werte wie Wohlstand, Hobbys oder Karriere stehen dahinter zurück. Und gesellschaftliches Engagement ist nur einer Minderheit ein Herzensanliegen.
(Bild: Public Domain CC0)

Gute Stimmung an den Hochschulen: Acht von zehn Studenten in Deutschland sind mit ihrer privaten und finanziellen Situation zufrieden – und mit ihren Berufschancen.

Wichtig ist ihnen vor allem das private Umfeld – oberste Priorität genießt die Familie. Für fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) ist die Familie besonders wichtig. Freunde sind für 61 Prozent ein zentraler Bestandteil des eigenen Lebens.

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Andere Lebensbereiche rangieren deutlich hinter dem Privatleben: Ein hoher Lebensstandard ist nur jedem fünften Studenten (22 Prozent) besonders wichtig, Hobbys und Sport spielen für 17 Prozent eine besonders große Rolle, der berufliche Aufstieg gerade einmal für 15 Prozent.

Ehrenamtliches Engagement hat sogar nur für 7 Prozent der Studenten hohe Priorität. Das sind Ergebnisse einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young). Für die Studie wurden im März 2014 deutschlandweit rund 4.300 Studenten befragt.

Auch bei der Studien- und Berufswahl stehen private Belange im Vordergrund: Ihr Studienfach haben die Studenten vor allem aufgrund ihrer persönlichen Interessen und Hobbys gewählt – bei ihrem späteren Arbeitgeber achten sie vor allem auf Jobsicherheit, ein gutes Gehalt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wenig interessant sind hingegen Erfolg und Innovationskraft des Unternehmens, internationale Arbeitsmöglichkeiten und Zusatzleistungen wie eine Unterstützung bei der Altersvorsorge oder ein Dienstwagen.

„Privates steht für viele Studenten heute an erster Stelle“, sagt Ana-Cristina Grohnert, Managing Partner bei EY. „Beruf, Karriere und Wohlstand sind zwar weiterhin von Bedeutung. Aber diese Themen müssen mit dem Privatleben gut vereinbar sein – und sich im Zweifelsfall familiären Belangen unterordnen. Familie und Freunde für die Karriere zu vernachlässigen, kommt heute nur noch für wenige junge Menschen infrage. Mit ihrer Ausbildung und vor ihrem finanziellen und sozialen Hintergrund sind die meisten Studenten schließlich auch gut aufgestellt, da steht die Karriere nicht mehr an oberster Stelle.“

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