Vergleichsstudie

Die Treiber und Bremser der Digitalisierung in Elektronikunternehmen

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Wer sind die Treiber und Bremser der Digitalisierung in Elektronik-Unternehmen? Eine Studie der d.velop-Gruppe hat mehr als 1.000 Unternehmen in zehn Wirtschaftssektoren, darunter auch die Elektronikindustrie, nach ihren Digitalisierungsstrategien befragt. Dabe zeigt sich, dass sich die verschiedenen Organisationsbereiche innerhalb von Unternehmen dem Thema Digitalisierung auch mit deutlich unterschiedlicher Intensität nähern.
Wer sind die Treiber und Bremser der Digitalisierung in Elektronik-Unternehmen? Eine Studie der d.velop-Gruppe hat mehr als 1.000 Unternehmen in zehn Wirtschaftssektoren, darunter auch die Elektronikindustrie, nach ihren Digitalisierungsstrategien befragt. Dabe zeigt sich, dass sich die verschiedenen Organisationsbereiche innerhalb von Unternehmen dem Thema Digitalisierung auch mit deutlich unterschiedlicher Intensität nähern. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Nicht in jedem Organisationsbereich deutscher Unternehmen geht die Digitalisierung gleich schnell voran – wenn überhaupt in einem nennenswerten Tempo. eine Studie der d.velop-Gruppe hat verschiedene Digitalisierungsstrageien verglichen. Währen vor allem Produktions- und Einkaufsabteilungen vorangehen, halten sich Finanzabteilungen und die Produktentwicklung merklich zurück.

Die Personalabteilungen und die Produktion sind derzeit die hauptsächlichen Treiber der Digitalisierung in den Unternehmen der Elektronikindustrie, auch der Einkauf setzt verstärkt auf moderne technologische Unterstützung. Ein schlechtes Bild gibt vor allem die Produktentwicklung ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Vergleichsstudie der d.velop-Gruppe unter mehr als 1.000 Unternehmen in zehn Wirtschaftssektoren. Die genauen Ergebnisse sowie ein Vergleich über alle Branchen hinweg können Sie der Bildergallerie entnehmen.

Bei der Gegenüberstellung der verschiedenen Fachbereiche in ihren Digitalisierungsbestrebungen zeigen die Finanz- und Controlling-Abteilungen in der Elektronikbranche die größte Zurückhaltung. Lediglich 29% haben sich dieses Thema aktuell strategisch auf die Fahnen geschrieben. Noch schlechter sieht es in der Produktentwicklung der Unternehmen aus, wo lediglich jedes fünfte Unternehmen eine stärkere Digitalisierung der Prozesse oben auf der strategischen Agenda stehen hat. Damit gehören sie im Vergleich mit den anderen Organisationsbereichen zu den Bremsern der Digitalisierungsentwicklung.

Dagegen scheint der Nutzen einer stärkeren Digitalisierung des Kerngeschäfts erkannt worden zu sein. 42% der Verantwortlichen setzen bei der Produktion entsprechende Schwerpunkte. Was aber besonders wichtig ist: Gleichzeitig können diese Bereiche auf höhere Investitionsmittel zugreifen, für digitale Projekte in der Produktion ist es fast jedes zweite Unternehmen. „Aus diesen Investitionsplanungen lässt sich der Schluss ziehen, dass man sich tatsächlich konkreten Projekten widmet und nicht auf Absichtserklärungen zur Digitalisierung beschränkt“, urteilt d.velop-Vorstand Mario Dönnebrink.

Ein ähnliches Bild geben die Einkaufsabteilungen als Treiber der Digitalisierung ab. Sie weisen nach der vom digital intelligence institute (dii) realisierten Studie ebenfalls eine Veränderungsbereitschaft auf: Für 42% gehören Digitalisierungsprojekte zu ihren strategischen Schwerpunkten, noch mehr können dafür höhere Budgets als im letzten Jahr nutzen. Damit erweist sich der Einkauf in der Elektronikindustrie deutlich zukunftsorientierter als der Durchschnitt aller untersuchten Branchen.

Im Mittelfeld beim innerbetrieblichen Vergleich befindet sich das Qualitäts- und Compliance-Management, während die Personalabteilungen der Elektronikunternehmen wiederum zu den Treibern des digitalen Wandels gehören. 53 Prozent möchten verstärkt in digital unterstützte Abläufe investieren, beispielsweise zur Einführung digitaler Personalakten oder um den Mitarbeitern über eine Cloud-basierte Lösung die Gehaltsmitteilungen elektronisch zukommen zu lassen. Auch für entsprechende Budgets scheint gesorgt zu sein.

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