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Studie: Europartners Consultants

Die Top Ten der deutschen Bauteile-Distribution 2015/16

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Heutige Logistiksysteme sind ungeeignet für die Zukunft

Die Logistikanforderungen werden weiter steigen. Die heute angebotenen Logistiksysteme und Lieferketten werden in der Zukunft nicht mehr ausreichen. Logistik 4.0 ist nur der Anfang. „Delivery Tomorrow“, wird der Slogan der Zukunft sein.

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Kunden werden keine Rücksicht nehmen, ob das Bauelement eine lange Lieferzeit hat oder auf Allocation steht. Durch die Globalisierung steht der weltweite Lieferantenmarkt über das Internet zur Verfügung. Konsignationslager können bis zu einem gewissen Grad Lieferzeitenprobleme überbrücken, sofern bei beiden Partnern realistische Planungen bestehen.

Leider liegen Theorie und Praxis oft weit auseinander, denn auch der beste Algorithmus wird nicht hundertprozentig in der langen Liefer-und Produktionskette das Verhalten des Endkunden erkennen, der in der Zukunft den Produktzyklus bestimmen wird.

Eine noch engere bidirektionale schnelle Kommunikation zwischen Hersteller, Distributor und Kunden über IoT kann Lieferprobleme lösen.

Personal und Ausbildung erfordert besondere Anstrengungen

Der Fachkräftebedarf vieler Unternehmen wird sich in der Zukunft nur decken lassen, wenn in die betriebliche und überbetriebliche Ausbildung und darüber hinaus auch in die lebenslange Weiterbildung mehr investiert wird.

In die vorhandenen Personalressourcen zu investieren und Mitarbeiter langfristig zu halten und zu binden, sind Schlüsselpunkte zum nachhaltigen Erfolg.

Hohe kaufmännische und technische Kompetenz von jedem einzelnen Mitarbeiter sind immer wieder geforderte Kriterien vom Markt, denn Mitarbeiter sind wichtige Schnittstellen. Sie bilden meistens den ersten Kontakt mit einem Unternehmen und betreuen und beeinflussen den Kunden während eines gesamten Geschäftsprozesses.

Custom Relationship Management ist teuer, aber lohnenswert

CRM, Custom Relationship Management, ist in vielen Unternehmen zwar kein Fremdwort, wird aber in den meisten Fällen in der Distribution von elektronischen Baudelementen eher stiefmütterlich behandelt, da sehr aufwendig und kostenintensiv.

CRM bedeutet, soviel wie möglich und jede Art von Information von einem Kunden zu bekommen und intelligent zu verwalten.

Die heute verfügbare Software erlaubt es, aus allen gewonnen Informationen aus Besuchen auf den eigenen Webseiten, Telefon-, Verkaufsgesprächen, usw. mittels ausfeilter Algorithmen rechtzeitig neue Projekte, Stimmungslagen und Probleme zu erkennen, aber auch Bedarfsanalysen durchzuführen.

Aufwand und Investition rechnen sich aber langfristig, wenn ich heute schon weiß, was der Kunde morgen benötigt. Alle diese Information sollte allen Mitarbeitern aus Vertrieb und Marketing sowie der Geschäftsleitung zur Verfügung stehen, um rechtzeitig und kundenorientiert agieren zu können.

Darwin sagte schon vor zweihundert Jahren: „Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern diejenige, die am ehesten bereit ist, sich zu verändern.“

Dieser Satz hat auch im heutigen Geschäftsleben noch seine Gültigkeit. Große Unternehmen sind in den letzen Jahren vom Markt verschwunden, weil sie nicht rechtzeitig Marktveränderungen erkannt haben.

* Ingo Guertler ist Representative of Europartners Consultants

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