Die Temperatur an 512 Messstellen einer Hochvolt-Batterie erfassen

| Redakteur: Hendrik Härter

An Hochvolt-Batterien kann mit dem Temperatur-Messsystem HV DTemp die Temperatur an 512 Messstellen abgegriffen werden.
An Hochvolt-Batterien kann mit dem Temperatur-Messsystem HV DTemp die Temperatur an 512 Messstellen abgegriffen werden. (Bild: CSM)

Das thermische Verhalten von Hochvolt-Batterien für die Elektromobilität muss exakt gemessen werden. Hier hilft Messtechnik, die das Verhalten der Batterien nicht beeinträchtigt.

Mit dem digitalen Temperatur-Messsystem HV DTemp lassen sich positionsgenau und störsicher bis zu 512 verschiedene Temperatur-Messstellen einer Hochvolt-Baugruppe über ein Anschlusskabel erfassen. Entwickler haben damit die Möglichkeit, das thermische Verhalten von Hochvolt-Batterien sowie die Verifizierung ihrer Temperatur-Modell bis auf die Zellebene zu ermitteln.

Hintergrund: Hochvolt-Batterien sind ein Kernelement der Elektromobilität. Über die Leistungsfähigkeit und das thermische Verhalten definieren sich Ladekonzepte und Fahreigenschaften. Hunderte von Temperatursensoren müssen hierfür möglichst exakt positioniert werden und dürfen das Verhalten der Batterie nicht beeinträchtigen. Mit dem Messsystem HV DTemp lassen sich einzelne IC-Temperatur-Sensoren HV DTemp-4 frei oder auf einer Flexprint-Trägerfolie exakt zwischen Zellen positionieren.

Anordnung der IC-Sensoren

Die Anordnung der IC-Sensoren erfolgt entweder kundenspezifisch genau auf die Erfordernisse der Temperaturuntersuchung innerhalb der Hochvolt-Batterie, innerhalb einzelner Module an Komponenten oder zugeschnitten auf die Verbindungsschienen. Somit lassen sich Temperaturverteilung, Temperaturpfade, Temperaturprofile oder HotSpots ausmessen. Es können bis zu 64 IC-Temperatur-Sensoren innerhalb der Messbatterie mit einem Controller-Modul HV DTemp-M64 gebündelt und bis zu acht HV DTemp-M64 Controller-Module können in einer Batterie vernetzt werden.

Bis zu vier IC-Temperatur-Sensoren sind jeweils in einer Kette angeordnet. Sie werden über das Controller-Modul eindeutig adressiert und über die Zentraleinheit konfiguriert. Die Datenausgabe erfolgt über CAN-Bus im Free-Running-Mode. Jeder IC-Temperatur-Sensor generiert direkt digitalisierte Messwerte. Verfälschte Messwerte aufgrund von Störungen in den Zuleitungen werden nicht erfasst. Die Messgenauigkeit liegt laut Hersteller bei bis zu 0,1 °C mit einer 16-Bit-Auflösung. Der Temperatur-Messbereich reicht von -40 bis 125 °C.

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