Die spektakulärsten Online-Verbrechen des Jahres 2017

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DEZEMBER 2017 (STAND 8.12.)

4.12., San Jose, Kalifornien – Der Online-Zahlungdienst PayPal bestätigt einen Cyber-Einbruch bei seiner erst im Juli 2017 gekauften Tochtergesellschaft „TIO Networks“, die die digitale Abwicklung von Transaktionen erledigt. 1,6 Millionen PayPal-Kunden sind betroffen.

7.12., Slowenien – Die Bitcoin-Plattform „NiceHash“ wird gehackt, 4736,42 Bitcoins im Wert von momentan gut 70 Millionen Dollar, gehen verloren. Der Dienst ist momentan nicht verfügbar.

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8.12., weltweit – Ein IoT-Botnetz greift derzeit weltweit Modems von Huawei über einen Wartungsport an. Ähnlich wie vor rund einem Jahr bei Angriffen auf das Netz der Deutsche Telekom könnten Angreifer versuchen, den Wartungsport des Geräts für den Aufbau eines Botnetzes auszunutzen.

5 Top Trends für die IT-Sicherheit

Was die Cyber-Security-Experten von RadarServices für das neue Jahr prognostizieren: Christian Polster, Chefstratege und CFO von RadarServices, gibt einen Ausblick.

IoT als Eldorado für Cyberangreifer: Die Weiterentwicklung des Internet of Things ist nicht aufzuhalten. In wenigen Jahren wird jede Schraube eine IP-Adresse haben. Während das ganz neue Möglichkeiten eröffnet, stellt es immense Herausforderungen an die IT-Sicherheit von Unternehmen und Privatpersonen. Dringend müssen neue Sicherheitskonzepte für das IoT aufgestellt und praxiserprobt werden.

Gezielte Angriffe in einer neuen Dimension: Zahlreiche Großunternehmen bieten immer noch zu viel Angriffsfläche. Die IT ist weltweit verteilt, der Überblick über alles ist oft nicht vorhanden. Gleichzeitig wirkt der Druck der EU-Datenschutzgrundverordnung ebenso wie weitere neue und alte Compliance-Vorschriften. IT-Sicherheitsverantwortliche benötigen in diesem Umfeld vor allem eins, um große Schäden zu verhindern: Transparenz und die richtige Information zur richtigen Zeit.

Ransomware gegen den Mittelstand: Weil sich Großunternehmen inzwischen besser gegen Erpresser-Software zu verteidigen wissen, werden sich Ransomware-Attacken in Zukunft zunehmend gegen Klein- und Mittelbetriebe und vernetzte Steuerungsgeräte richten. Diese potentiellen Opfer müssen sich den angepassten Geschäftsmodellen der Angreifer bewusst werden und sich Experten suchen, die ihre IT effektiv und effizient schützen.

Nationale Unsicherheit: Nationale Sicherheit muss neu gedacht werden. Der Schutz von kritischen Infrastrukturen aber auch das Sicherstellen der dauernden Funktionsfähigkeit der öffentlichen Infrastruktur eines Landes bedeuten immense Herausforderungen. Das ist heute Behörden, aber auch Cyberangreifern bewusst.

Ohne den Einsatz künstlicher Intelligenz geht es nicht: Durch den Einsatz von machine learning lassen sich viele Schwachstellen, verdächtiges Systemverhalten oder Zero-Day-Attacken schneller aufspüren und bekämpfen. Aber auch die „Gegner“ werden die Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz voll ausschöpfen, indem sie alles über neue Verteidigungsstrategien und Schutzmaßnahmen lernen. Kurzum: Wenn sich Unternehmen nicht mit dem Einsatz von KI in der IT-Sicherheit befassen, werden ihre Sicherheitsmaßnahmen in kurzer Zeit obsolet.

Dieser Beitrag ist zuerst auf unserem Partnerportal industry-of-things.de

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