VDE-Preis Die Position landwirtschaftlicher Maschinen per GPS exakt bestimmen

Autor: Sebastian Gerstl

Der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) hat den Bachelorstudenten Timo Schwarte mit seinem Preis für herausragende Studienabschlüsse ausgezeichnet. Der Student entwickelte im Rahmen seiner Bachelorarbeit ein GPS-Modul, das eine zentimetergenaue Ortung von landwirtschaftlichen Maschinen ermöglicht.

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Das entwickelte GPS-Modul: Die GPS-Empfängerplatine ist hochpräzise, sie bestimmt die Position landwirtschaftlicher Maschinen zentimetergenau.
Das entwickelte GPS-Modul: Die GPS-Empfängerplatine ist hochpräzise, sie bestimmt die Position landwirtschaftlicher Maschinen zentimetergenau.
(Bild: FH Münster)

Entstanden ist die Arbeit in Kooperation mit der trilogik GmbH aus Emsdetten. Dank der Arbeit von Timo Schwarte ist es möglich, Korrekturdaten für die GPS-Ortung auf zehn Zentimeter genau zu erhalten“, erklärt trilogik-Geschäftsführer Frederik Grote. „Das ist wichtig, um in Zukunft beispielsweise Fahrzeuge autonom zu lenken bei Aussaat, Düngung und Ernte.“

Einige Systeme haben sich zwar schon etabliert. Aber Ziel der Entwicklung sei auch gewesen, eine kostengünstigere Alternative zu konzipieren. Dies ist dem Studenten in seiner Bachelorarbeit gelungen.

Schwarte hatte einen Empfänger gebaut und mehrere Feldversuche durchgeführt. Entstanden ist dabei ein sogenanntes RTK-GPS. „Die Lokalisationsdaten sind dabei viel genauer als bei herkömmlichen GPS“, so Schwarte. Das RTK-GPS sei aber nicht nur hochpräzise, sondern auch sehr günstig. „Das ist neu. Es gibt zwar bereits hervorragende Systeme auf dem Markt, diese sind aber deutlich teurer.“

Von links nach rechts: Prof. Dr. Christian Störte, Timo Schwarte und trilogik-Geschäftsführer Frederik Grote nach der Verleihung des VDE-Preises für die Entwicklung einer hochpräzisen und mobilen GPS-Empfängerplatine.
Von links nach rechts: Prof. Dr. Christian Störte, Timo Schwarte und trilogik-Geschäftsführer Frederik Grote nach der Verleihung des VDE-Preises für die Entwicklung einer hochpräzisen und mobilen GPS-Empfängerplatine.
(Bild: FH Münster)

Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Christian Störte vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik auf dem Steinfurter Campus der FH Münster. „Die Entwicklung reicht an professionelle Systeme heran, deshalb ist das Ergebnis eine richtig gute Leistung für eine Bachelorarbeit“, sagt Störte.

Schwarte habe während des Studiums und auch bei seiner Bachelorarbeit generell immer sehr selbstständig gearbeitet. „Irgendwann bekommt man dann die fertige Lösung präsentiert.“ Das Ergebnis der Arbeit wird die trilogik GmbH in einem neuen Produkt verwerten. „Wir erhoffen uns so einen signifikanten technologischen Vorsprung auf diesem Gebiet“, so Grote.

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