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Apokalypse 2012 Die NASA erklärt, warum der Weltuntergang am 21. Dezember ausfällt

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Der angeblich laut Maya-Kalender für den 21. Dezember 2012 geplante Weltuntergang muss ausfallen – da sind sich NASA-Experten sicher und haben für den Tag danach schon mal ein Video veröffentlicht.

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(Bild: NASA)

Am 21. Dezember ist Weltuntergang – davon jedenfalls sind viele Verschwörungstheoretiker fest überzeugt. Jetzt hält die NASA dagegen: Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde ist so sicher, dass die Welt am 21. Dezember 2012 nicht untergehen wird, dass sie jetzt ein Video für den Tag danach veröffentlichte. In diesem Video erklären NASA-Experten, warum der Weltuntergang am 21. Dezember 2012 ausfallen wird.

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Dass die Welt laut Maya-Kalender am 21. Dezember 2012 untergehen soll ist ein einziges Missverständnis – davon jedenfalls ist Dr. John Carlson überzeugt, der Direktor des Zentrums für Archäoastronomie.

Am 21.12. ist noch lange nicht Schluss

Der Maya-Kalender endet nicht am 21. Dezember 2012 und es gibt auch keinerlei Maya-Prophezeiungen, die das Ende der Welt für dieses Datum vorhersagen. „Die Wahrheit“, so Carlson, „ist wesentlich interessanter als diese Fiktion.“ Carlson ist ein eingefleischter Wissenschaftler, ein Radioastronom, der im Rahmen seiner Doktorarbeit entfernte Galaxien studierte. Bereits vor 35 Jahren, als er an einem Treffen der Amerikanischen Vereinigung für Fortschritte in der Wissenschaft teilnahm, begann er sich für das 2012-Phänomen zu interessieren. Und bei seinen Nachforschungen lernte er eine ganze Menge über die Mayas.

Die Mayas hatten den komplexesten Kalender aller Zeiten

Wo sich heute die Regenwälder von Mittelamerika befinden, entstand einst eine blühende Zivilisation. Die Mayas errichteten gewaltige Städte mit einer Einwohnerdichte – vergleichbar mit der in der Region Los Angeles. Sie beherrschten die Astronomie und entwickelten eine wohldurchdachte Schriftsprache. Was Carlson jedoch am meisten beeindruckte, war ihr ungewöhnliches Gespür für die Zeit. „Der Zeitbegriff der Maya stellte den bei modernen Astronomen heute verbreiteten Zeitbegriff weit in den Schatten“, erklärt er. „Nach unseren Forschungen fand der Urknall vor rund 13,7 Milliarden Jahren statt. In Maya-Ruinen fand man jedoch Aufzeichnungen, die wesentlich weiter zurückdatierten – und zwar Milliarden und nochmals Milliarden Mal weiter zurück.“ Der Langzeitkalender der Mayas war für derartig lange Zeiträume ausgelegt. „Es handelt sich um den komplexesten Kalender, der jemals geschaffen wurde.“

Der Maya-Kalender funktioniert wie ein Kilometerzähler im Auto

Wollte man diesen Kalender mit heutigen Begriffen beschreiben, könnte man ihn am besten mit dem Kilometerzähler in einem Auto vergleichen, bei dem die Denn sich die Ziffern drehen. Beim Maya-Kalender beginnt wie beim Kilometerzähler nach einem Überlauf die Zählung wieder von vorn und alles wiederholt sich. Genau auf dieser Wiederholung basiert das 2012-Phänomen. Laut Maya-Theologie wurde die Welt vor 5125 Jahren erschaffen, zu einem Zeitpunkt, den wir heute als 11. August 3114 vor Christus bezeichnen würden. Damals sah der Maya-Kalender so aus: 13.0.0.0.0. Am 21. Dezember 2012 steht der Maya-Kalender auch wieder bei 13.0.0.0.0.

In den Worten der Maya-Gelehrten verstrichen zwischen diesen beiden Terminen „13 Baktuns“. „Dabei handelt es sich um zwar einen überaus wichtigen Zeitraum in der Maya-Theologie“, so Carlson, „der aber in keiner Weise ein zerstörerisch ist. “

Es gibt keinerlei Weltuntergangs-Prophezeiungen der Mayas

Keine der Tausenden von Archäologen untersuchten Ruinen, Tafeln und Säulen sagen einen Weltuntergang voraus. Darin sind sich auch heutige Wissenschaftler einig. NASA-Experten fanden sich kürzlich im Rahmen eines Google-Hangout zusammen, um ihre Ergebnisse auszutauschen.

Kein Asteroid, Komet oder Planet ist auf Kollisionskurs mit der Erde

Don Yeomans, Leiter des Near-Earth-Object-Programms der NASA, erklärte, dass kein einziger der uns bekannten Kometen oder Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde sind. „Und auch kein Planet aus einem anderen Sonnensystem ist auf dem Weg, uns zu zerstören.“

Ein Planet auf Kollisionskurs wäre schon langs zu sehen

„Wenn es da draußen irgendetwas wie einen Planeten auf Kollisionskurs mit der Erde gäbe“, so NASA-Astrobiologe David Morrison, „wäre es heute bereits einer der am hellsten strahlenden Himmelskörper an unserem Firmament! Jeder auf der Erde könnte ihn sehen – da müsste man keine Regierung fragen – rausgehen und einfach nachschauen würde genügen – es ist einfach nichts da!“

Das nächste Sonnenfleckenmaximum ist so schwach lange nicht mehr

In den Augen von Lika Guhathakurta, der Leiterin des NASA-Programms „Living with a Star“, geht auch von unserer Sonne keinerlei Gefahr aus. „Die Sonne scheint bereits Milliarden von Jahren – also schon lange bevor die Mayas überhaupt existierten – und sie hat noch kein einziges Mal die Erde zerstört.“

Derzeit bewegt sich die Sonne auf eines der im 11-Jahres-Rhythmus auftretenden Sonnenfleckenmaxima zu, aber dabei handelt es sich um das schwächsten Sonnenfleckenmaxima der letzten 50 Jahre. Jeder, der etwas anderes behauptet, übertreibt maßlos!“

Das NASA-Video auf YouTube:

Carlos freut sich auf den 21. Dezember

Für Carlson ist der 21. Dezember 2012 kein Tag der Bedrohung. „Ganz im Gegenteil“, betont er, „ich freue mich schon seit über 30 Jahren auf diesen Tag.“ Für ihn ist dieser „Erlebnistag 2012“ mit dem Besuch des Maya-Gebiets in Yucatan verbunden und mit Erinnerungen an die Blütezeit der Maya-Kultur, als die alten Mayas sich Gedanken über die Zeit machten, die weit über unsere heutigen Vorstellungen hinausgehen, und verbunden mit dem angenehmen Gedanken, dass die Welt gestern nicht untergegangen ist.“

Bereits im Juli 2012 erklärte Don Yeomans in einem NASA-Video, warum die Erde am 21. Dezember 2012 nicht untergehen wird:

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