Die Messunsicherheit automatisch berechnen

| Redakteur: Hendrik Härter

KiXact berechnet die Messunsicherheit automatisiert und sicher.
KiXact berechnet die Messunsicherheit automatisiert und sicher. (Bild: Kistler)

Viele Messtechniker verzichten bisher darauf, die Messunsicherheit zu bestimmen, da die Berechnung komplex und zeitaufwendig ist. Mit KiXact soll sich die Messunsicherheit sicher und automatisch berechnen lassen.

Für das Datenerfassungssystem KiDAQ von Kistler gibt es jetzt KiXact. Damit lässt sich die Messunsicherheit automatisiert berechnen. Die Ergebnisse lassen sich mithilfe der mitgelieferten Software KiStudioLab analysieren. Externe Einflussfaktoren, wie etwa die Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit, werden im Programm für die jeweilige Messung hinterlegt und von KiXact in die Berechnung miteinbezogen. Die Analyse erkennt frühzeitig, welche Faktoren in der Messkette die Messung beeinflussen – und gibt dem Nutzer so die Möglichkeit, Parameter entsprechend anzupassen. Das Ergebnis sind qualitativ aussagekräftigere Messungen mit geringerer Unsicherheit.

Jede Messung in Forschung und Industrie ist mit einer gewissen Messungenauigkeit verbunden. Schon kleinere Schwankungen der Umgebungstemperatur können zu Abweichungen führen, die das Messergebnis unzuverlässig und damit unbrauchbar machen. Für aussagekräftige Messergebnisse ist das Wissen um die jeweilige Messunsicherheit daher unverzichtbar. Bei der Berechnung sind sämtliche Faktoren einzubeziehen, die Auswirkungen auf die Messung haben könnten.

Je mehr Elemente die Messkette enthält, desto komplexer wird die Bestimmung der Messunsicherheit: Bisher musste ein Anwender für jede einzelne Komponente der Messkette das jeweilige Datenblatt sichten, einzelne Spezifikationen prüfen und – zusätzlich zu externen Einflüssen – mit in die Berechnung einfließen lassen. Die Berechnung selbst sowie die anschließende Auswertung der Daten erfordert erweitertes Fachwissen und viel Erfahrung. Der Aufwand ist oft so hoch, dass in vielen Fällen großzügige Annahmen getroffen werden oder gänzlich auf die Berechnung der Messunsicherheit verzichtet wird, um Messprozesse wirtschaftlich und überschaubar zu halten. Geht man andererseits von einer zu großen Unsicherheit aus, hat dies negativen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit des gesamten Prozesses. Wer die Messunsicherheit sicher bestimmt, kann Toleranzgrenzen enger definieren und den Prozess damit effizienter gestalten.

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