Entwicklungs- und Fertigungsdienstleister Die kundenspezifische Touch-Eingabelösung aus einer Hand

Autor / Redakteur: Uwe Glaser * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Das kundenspezifische Eingabe-Touchsystem ist mehr als nur einzelne Teile. Das Unternehmen aki-electronic übernimmt die komplette Entwicklung und Fertigung von Touchpanels für Eingabesysteme.

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Kundenspezifische Eingabelösung: aki-electronic fertigt wesentliche Komponenten für ein Touch-Eingabesystem selbst.
Kundenspezifische Eingabelösung: aki-electronic fertigt wesentliche Komponenten für ein Touch-Eingabesystem selbst.
(aki)

Bei aki-electronic beschäftigen sich 200 Mitarbeiter mit kundenspezifischen Tastaturen und Eingabesystemen. Zudem hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung und komplette Fertigung von Touch-Eingabesystemen spezialisiert. Die wesentlichen Komponenten fertigt das Unternehmen selbst. Die optischen und haptischen Anforderungen sind ebenso wie die Funktion des Gesamtsystems gewährleistet.

Der Übergang von resistiven Touchscreens zu projektiv kapazitiven Touchsensoren hat die Anforderungen der Anwender und Hersteller in Bezug auf Elektronik, Mechanik und Coverglass deutlich ausgeweitet. Das betrifft bei der Elektronik vor allem die anwendungsoptimierte Auswahl des Touchsensors sowie des Touchcontrollers und ihre Parametrierung, als auch die Prüfungen auf EMV-Verträglichkeit des gesamten Eingabesystems im Prüflabor. Um die erwarteten Zielwerte zu erreichen sind, vor allem auf Grund der hohen Empfindlichkeit der Touchsensoren, ausführliche Tests und Optimierungen des Gesamtsystems erforderlich.

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Die Grundplatten, auch Bezel genannt, werden aus Aluminiumtafeln in Materialstärken bis 35 mm auf CNC-Fräszentren gefertigt und anschließend entsprechend oberflächenbehandelt. In der überwiegenden Anzahl der Projekte wird ihre Oberfläche eloxiert, es stehen auch Alternativen wie Chromatieren, Pulverbeschichten oder Lackieren zur Verfügung. Für die Mechanik, dazu gehören Grundplatten, Befestigungsbleche und Dichtungen, ist es erforderlich, die Toleranzen des Coverglass so anzupassen, dass sowohl eine perfekte Optik als auch die geforderte Dichtigkeitsklasse der Front erreicht wird.

Zum Know-how gehören Erfahrungen mit unterschiedlichen Dichtungsmassen und deren Verarbeitungsparametern. Der vermehrte Einsatz von Glas im Zusammenhang mit Touchsensoren bewirkt, dass dieses umfassende Thema enorm an Bedeutung gewonnen hat. Beim Einsatz von Glas geht es von der Auswahl des richtigen Glases, um die Prozesse mechanische Bearbeitung des Glases, Bedrucken, Härten, optisches Bonding mit Touchsensor und Einbau der Einheit. Die anschließende Montage des Displays erfolgt im Reinraum.

Die verschiedenen Projektierungs- und Fertigungsstufen

Mit der Spezialisierung auf mittlere Serien für die industrielle Automatisierung und Medizintechnik bearbeitet aki-electronic Gläser mit Stärken von 0,55 bis 6,0 mm und Standardtoleranzen von 0,2 mm. Engere Toleranzen sind realisierbar. Diverse Kantenbearbeitungen wie K-, C-, oder 1/2C-Kante sind Standard. In der Regel werden die Gläser nach der Konfektion noch in der Fertigung chemisch gehärtet, um sowohl die Bruchfestigkeit als auch die Unempfindlichkeit gegenüber Kratzern und Beschädigungen deutlich zu erhöhen.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS 8/2015 erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar. Oder: Bestellen sie das Probeabo mit drei kostenlosen Ausgaben!

Die Schlagfestigkeit wird durch die chemische Härtung um mindestens das 4-fache erhöht. Die chemische Härtung bietet im Vergleich zur thermischen Härtung den Vorteil, dass die Gläser Dimensionsstabil sind und eine verbesserte Oberflächenbeschaffenheit aufweisen. Es werden zu dem deutlich bessere Werte bei der Schlagfestigkeit erreicht. Die Sichtbarkeit mechanischer Beschädigungen wird reduziert. Der Hersteller unterstützt bei der Wahl der am besten geeigneten Oberfläche des Coverglases. Dazu stehen Gläser mit unterschiedlichen Antiglare-Beschichtungen zur Auswahl, die für den Einsatz im Innen- oder Außenbereich jeweils abgestimmte Glosswerte erfüllen.

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