Lavazza Die ISS bekommt bald eine Weltraum-Espressomaschine

Redakteur: Peter Koller

Italienische Astronauten haben mehrfach bedauert, dass es auf der Internationalen Raumstation ISS keinen italienischen Kaffee gibt. Das ließ Hausgerätehersteller Lavazza nicht auf sich sitzen: Im November fliegt eine für den Weltraum entwickelte Espressomaschine zur ISS.

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Fertig für den Start zur Raumstation: Weltraum-Espressomaschine ISSpresso
Fertig für den Start zur Raumstation: Weltraum-Espressomaschine ISSpresso
(Argotec)

ISSpresso heißt folgerichtig die rund 20 Kilogramm schwere Spezialanfertigung, die Lavazza in Kooperation mit dem Aerospace-Unternehmen Argotec und der italienischen Raumfahrt-Agentur ISA entwickelt hat. Um in der Schwerelosigkeit funktionieren zu können, mussten bei der Kapselmaschine im Vergleich zu ihren irdischen Pendants erhebliche Änderungen vorgenommen werden.

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So wurden etwa alle Plastikschläuche gegen Leitungen aus Spezialstahl ersetzt, die einem Druck von bis zu 400 bar standhalten können. Um den Vorschriften der ISA für Raumfahrt-Equipment zu genügen, müssen bei der Maschinen alle wesentlichen Komponenten redundant ausgelegt sein. Die Entwicklung der ISSpresso hat rund ein Jahr in Anspruch genommen. Mehr dazu in folgendem Video:

Leider kann der Espresso in der Schwerelosigkeit nicht stilgerecht in vorgewärmten Tassen genossen werden, sondern muss mit einem Strohhalm aus einem Plastiktütchen gesaugt werden. Dennoch ist die Begeisterung bei Italiens Raumfahrern groß. Die italienische Luftwaffen-Pilotin Samantha Christoforetti, die im November die Maschine zur ISS bringen wird, setzte folgenden Tweet ab:

(Twitter)

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