EMS

Die Gewinner des Branchenpreises E²MS-Award 2013

| Autor / Redakteur: Claudia Mallok * / David Franz

Ralf Schwartz, Geschäftsführer der Lackwerke Peters: Als Vertreter der Sponsoren des E²MS-Award zeigt er die begehrte Urkunde für die Preisträger.
Ralf Schwartz, Geschäftsführer der Lackwerke Peters: Als Vertreter der Sponsoren des E²MS-Award zeigt er die begehrte Urkunde für die Preisträger. (Bild: VBM-Archiv)

Alle zwei Jahre ehrt der Branchenpreis Electronics Engineering and Manufacturing Services Award – kurz: E²MS-Award – wirtschaftlich erfolgreiche Auftragsproduzenten. Sechs EMS-Unternehmen erhielten die begehrten Urkunden für herausragende Gesamtergebnisse und Einzelleistungen.

Roter Teppich und Filmmusik aus Hollywood umrahmten die Verleihung des E²MS-Award 2013 auf dem Festabend der Jahreskonferenz des Fachverband FED in Bremen. Schließlich wird der E²MS-Award auch als Oscar der EMS-Branche bezeichnet. Der Electronics Engineering and Manufacturing Services Award – kurz: E²MS-Award – ehrt seit 2001 wirtschaftlich erfolgreiche EMS-Firmen für herausragende Leistungen in der Entwicklung, Industrialisierung und Produktion von elektronischen Baugruppen und Geräten.

Die Stifter des-Award FED, ZVEI und ELEKTRONIKPRAXIS hatten alle Firmen aufgerufen, sich für den begehrten Branchenpreis zu bewerben. Voraussetzung war, dass die Unternehmen elektronische Baugruppen, in Deutschland, Österreich oder der Schweiz produzieren und entwickeln.

Ausgeschrieben in sechs Kategorien

Der Electronics Engineering & Manufacturing Services Award 2013 wurde in sechs verschiedenen Kategorien ausgeschrieben.

  • Die Kategorie Geschäftsprozesse betrachtet die Prozessabläufen und Produktionsmittel, Lieferantenauswahl und Materialversorgung, Rückverfolgbarkeit.
  • In der Kategorie Unternehmensführung stehen im Mittelpunkt die Strategie und Erfolgsmessung, Risikomanagement, Marktanalyse, Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterführung.
  • Innerhalb der Kategorie Zukunftssicherung werden betrachtet Strategiefindung und -umsetzung, Wissensmanagement, Personalentwicklung und Umweltschutz.

In diesen ersten drei Kategorien wurde die Gesamtleistung des Unternehmens nach einem festgelegten Modus bewertet. In den weiteren drei freien Kategorien Entwicklung und Forschung, Fertigung und weitere Dienstleistungen sowie Management der Lieferkette und Materialwirtschaft wurde eine eingereichte Einzelleistung prämiert.

Das Ziel dieser drei freien Kategorien des E²MS-Award ist es, Leuchttürme in der Branche zu prämieren. So wie ein Leuchtturm, Schiffen Orientierung gibt, zeigen diese Leuchtturm-Lösungen der Branche einen möglichen Erfolgspfad.

Auf Systematik und Nachhaltigkeit geprüft

Der E²MS-Award in der Kategorie Geschäftsprozesse ging an die Firma cms electronics.

Begründung: Die Jury würdigt das Handhaben der definierten Geschäftsprozesse sowie das zielgerichtete, strukturierte Vorgehen bei der Optimierung der Prozesse in der Fertigungsautomation und Materialwirtschaft.

Preisträger in der Kategorie Unternehmensführung wurde die Firma Sumida Lehesten.

Begründung: Die Jury würdigt das effektive und effiziente Zusammenspiel aller technischen und organisatorischen Abläufe sowie die Lenkungs- und Steuerungsmechanismen der Führungsebene, um im Markt zu agieren.

Das beste Ergebnis in der Kategorie Zukunftssicherung erreichte die Firma TQ-Systems.

Begründung: Die Jury würdigt den gezielten Ausbau der Kompetenzen in Fertigungstechnik, Entwicklung und Logistik, die Systematik zur Rekrutierung und Qualifikation der Mitarbeiter sowie das vorbildliche Engagement zum Schutz der Umwelt.

Anerkennung für drei Einzelleistungen

Bei den Einzelleistungen überzeugten drei Lösungen. Allerdings erfüllte in der Kategorie Management der Lieferkette keine Bewerbung die Kriterien Neuheit und Richtungsweisend für die Branche nicht in vollem Umfang. Daher wurde in dieser Kategorie kein Preis verliehen.

In der Kategorie Fertigung und Dienstleistungen wurden zwei Lösungen den Kriterien gerecht und auch zwei Preise vergeben.

Mit einem Award in der Kategorie Dienstleistungen wurde die Lösung der Firma ETB electronic prämiert. Begründung: Die Jury würdigt die geschickte Kombination angestammter E²MS-Dienstleistungen mit einem Betreibermodell für die Datenübermittlung zur telemetrischen Datenkommunikation von beliebigen Verkaufsautomaten.

Ausgezeichnet in der Kategorie Dienstleistungen wurde die Firma Seidel Elektronik. Begründung: Die Jury würdigt die Logistikmodelle zur kundenorientierten Vermarktung der Fertigungsdienstleistung mit den Schwerpunkten Flexibilität, Preissensibilität, Schnelligkeit und geringe Umweltbelastung.

Der E²MS-Award in der Kategorie Elektronikentwicklung ging an die Firma Zollner Elektronik. Begründung: Die Jury würdigt die Komplettentwicklung eines komplexen Systems zur In-Vitro-Schnellbestimmung von Krankheitserregern in Kliniken, dessen Analysegeschwindigkeit herkömmlichen Verfahren weit überlegen ist.

Marketing für die EMS-Branche

Der E²MS-Award ist eine Initiative der beiden größten Fach- und Branchenverbände der Elektronikindustrie in Deutschland FED und ZVEI sowie dem Medienpartner ELEKTRONIKPRAXIS. Bis heute hat der Preis maßgeblich beigetragen, die EMS-Branche und hervorragende Unternehmen vorzustellen und bekannt zu machen. Zudem ehrt der Wettbewerb die von erfolgreichen Unternehmen praktizierten Methoden und Verfahren und gibt damit wichtige Impulse für das EMS-Geschäft (EMS: Electronics Manufacturing Services) am Standort Deutschland und Europa.

Die Ausschreibung und Preisträger des E²MS-Award sind im Internet archiviert unter: ems-award.de.

* Claudia Mallok ist freie Fachjournalistin und seit dem Jahr 2001 Mitglied der Jury des E²MS-Award

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