Farbiges OLED-Modul Die drei Primärfarben lassen sich getrennt ansteuern

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Wissenschaftler haben ein OLED-Leuchtenmodul entwickelt, bei dem sich die RGB-Farben getrennt voneinander ansteuern lassen.

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2-farbvariables transparentes OLED-Modul mit jeweils aktivierter Blau-, Blau- und Gelb- sowie Gelb-Einheit.
2-farbvariables transparentes OLED-Modul mit jeweils aktivierter Blau-, Blau- und Gelb- sowie Gelb-Einheit.
(Fraunhofer FEP)

Weißes Licht kann durch Mischen der Farben Rot, Grün und Blau (RGB) erzielt werden. In einem Verbundprojekt des Fraunhofer FEP wurde eine Technik entwickelt, die drei Primärfarben getrennt voneinander anzusteuern. Damit ist es möglich, mit ein und demselben OLED-Modul eine beliebige Farbe, einschließlich Weiß, zu erzeugen. Innerhalb der Projektlaufzeit wurde ein großflächiges 3-farb-variables OLED-Modul gezeigt.

Die OLED-Module besitzen einen Durchmesser von 55 mm mit einer aktiven Leuchtfläche von 42 mm. Sie wurden mit einer vollflächigen Dünnschichtverkapselung versehen, die eine Einlaminierung der OLED-Module in Glasverbünde erst ermöglicht.

OLED-Leuchte im Zug

Entwickelt wurde außerdem eine transparente 2-farbvariable OLED, welche einen Lichtfarbgang von blau über weiß nach gelb darstellen kann. Diese OLED könnte später zum Beispiel in einer als Gepäckablage dienenden Verbundglasscheibe in Zügen als Leuchtmittel eingesetzt werden. An solchen Lösungen arbeitet SBF Spezialleuchten, der Koordinator des Gesamtprojektes ist.

Die im Projekt LOIGB (LED- und OLED-Integration in Glas- und Kunststoffverbünden zum Einsatz in Beleuchtungssystemen elektrischer Bahnen und anderen Anwendungen) erreichten Ergebnisse bilden die Basis für weitere Arbeiten am Fraunhofer FEP. So arbeiten die Wissenschaftler derzeit neben der Prozessentwicklung, um höhere Ausbeuten zu erzielen und dabei geringere Herstellungskosten verursachen, auch am Transfer der Prozesse auf eine Rolle-zu-Rolle-Anlage für flexible OLEDs. Die Steuerung solcher Beleuchtungselemente wird weiter in den Fokus rücken.

Im Vergleich zu konventionellen Leuchtmitteln, die sich meist nur die beiden Zustände An und Aus kennen, erfordern komplexe Funktionalität wie dimmen, Farbvariation und Dynamisierung durch Segmente verbesserte Steuerungsmöglichkeiten. Dabei sollte die Steuerung einfach gehalten sein, um künftige Produkte schneller auf den Markt zu bringen.

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