Die digitale Transformation fordert eine zeitgemäße Verkabelung

Autor / Redakteur: Petra Adamik * / Kristin Rinortner

Big Data, mobile Anwendungen und flexiblere Arbeit erfordern höhere Leistungen im Rechenzentrum. Bei der Verkabelung müssen daher leistungsstarke und flexible Lösungen bereitgestellt werden.

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Strukturierte Verkabelung: Bei der Verkabelung von Rechenzentren müssen mehr denn je leistungsstarke und flexible Lösungen bereitgestellt werden, die ausreichend Bandbreite bieten und sich modular an künftige Anforderungen anpassen lassen.
Strukturierte Verkabelung: Bei der Verkabelung von Rechenzentren müssen mehr denn je leistungsstarke und flexible Lösungen bereitgestellt werden, die ausreichend Bandbreite bieten und sich modular an künftige Anforderungen anpassen lassen.
(Bild: Rosenberger OSI)

Rechenzentren sind die Schaltzentralen von Unternehmen und Organisationen. Immer komplexere Architekturen und Betriebsabläufe sowie eine Vielzahl von unterschiedlichen Anwendungen sind eine Herausforderung für die Netzwerk-Infrastruktur. Dazu kommt der Wunsch nach Hochverfügbarkeit und Flexibilität.

Die Qualitätsanforderungen an eine hochwertige strukturierte und anwendungsneutrale Verkabelung sind hoch. Die individuelle Planung und ein weitgehend automatisches Kabel-Management spielen daher eine wichtige Rolle.

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Aufgrund der digitalen Transformation gewinnt die Verkabelung in allen Organisationen eine immer stärkere Bedeutung. Erbringt beispielsweise eine Verbindung zu einem physischen Server hinsichtlich der Latenzzeit und dem notwendigen Datendurchsatz nicht die erforderliche Leistung, wirkt sich das unmittelbar auf andere Komponenten des Netzwerks aus. So ist möglicherweise auch der Zugriff auf alle weiteren, virtuellen Geräte betroffen, die ein derartiger Server bedient.

Risiken werden oft unterschätzt

Trotz der hohen Bedeutung, die der Verkabelung mit Blick auf die Netzwerkleistung zukommt, sind die Investitionen in diesem Bereich immer noch vergleichsweise gering. Sie liegen erfahrungsgemäß bei lediglich zwei bis vier Prozent der Gesamtinvestitionen für Rechenzentrumsprojekte. Dabei belegen Studien, dass rund 50% aller Ausfälle im Rechenzentrum auf die unzureichende Qualität der Verbindungstechnik zurückzuführen ist.

Das ist gerade für hochverfügbare Rechenzentren fatal, denn hier bestehen besondere logistische Anforderungen. So dürfen notwendige Veränderungen an der Rechenzentrumsstruktur sich nicht auf den Tagesbetrieb auswirken.

Der Austausch von Hardware, das Einspielen von Software-Releases oder Änderungen an der Verkabelungsinfrastruktur müssen aus diesem Grund zeitlich und personell so koordiniert werden, dass der Betrieb unterbrechungsfrei weiterlaufen kann.

Hochverfügbarkeit, Flexibilität, Administration, Dokumentation und Sicherheit stehen in modernen Rechenzentren auf der Anforderungsliste an oberster Stelle. Hinzu kommen Kostengesichtspunkte, die Planer im Auge behalten müssen.

Dazu gehört der Investitionsschutz ebenso, wie die Zukunftssicherheit der Komponenten. Hierzu kann eine strukturierte und transparente IT-Verkabelungsinfrastruktur einen wesentlichen Beitrag leisten. Sie ist Grundlage für den reibungslosen Datenaustausch und für das sichere und zuverlässige Zusammenspiel aller aktiven Komponenten und Applikationen im DataCenter.

Klare Strukturen im Rechenzentrum sind essenziell

Rechenzentren haben die Aufgabe, den durchgängigen Betrieb von IT-Anwendungen auf Mainframes und Servern sowie die Datenhaltung und Sicherung auf Speichersystemen sicherzustellen.

Der möglichst unterbrechungsfreie Betrieb unternehmenskritischer IT-Anwendungen ist essenziell. Denn ohne ERP-Systeme, Produktionsanwendungen in Industrieunternehmen, Datenbanken, Büroanwendungen und deren Betriebssysteme läuft in der modernen Geschäftswelt rund um den Globus nichts mehr. Rechenzentren müssen aber auch den Zugang zu öffentlichen Kommunikationsnetzen, zu Cloud-Providern und nicht zuletzt zum Internet sicherstellen.

Klare Strukturen sind das A und O für den reibungslosen Ablauf in Rechenzentren. Grundlage dafür ist das ISO-OSI-Siebenschichten-Referenzmodell. Es definiert die Anwendung als oberste Priorität. Den ersten Layer, also die erste Schicht des Referenzmodells, bildet die physikalische Infrastruktur, die den Datentransport übernimmt. Dazu zählen neben der IT-Verkabelung auch die Komponenten wie etwa Layer-l-Switches.

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