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Das goldene Games-Zeitalter Die besten Computerspiele der 8-Bit-Ära

Redakteur: Franz Graser

Als in den achtziger Jahren die ersten Heimcomputer aufkamen, entstanden Spiele-Titel, an die sich Gamer-Veteranen heute noch mit leuchtenden Augen erinnern. Ein Rückblick auf die Zeit, in der 8-Bit-Prozessoren und 64 KB Speicher genügten, um Welten zu erschaffen.

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M.U.L.E. setzte Maßstäbe für Strategiespiele und gehörte zu den wegweisenden Spielen der 80er Jahre. Viele Spieleentwickler nennen M.U.L.E. heute noch als einen ihrer Alltime-Lieblingstitel.
M.U.L.E. setzte Maßstäbe für Strategiespiele und gehörte zu den wegweisenden Spielen der 80er Jahre. Viele Spieleentwickler nennen M.U.L.E. heute noch als einen ihrer Alltime-Lieblingstitel.
(Bild: Electronic Arts)

15. Ghostbusters

Der Kinohit des Jahres 1984 galt als eine der wenigen durch und durch gelungenen Film-Umsetzungen für 8-Bit-Computer. Denn neben der von der Filmmusik inspirierten Sound-Untermalung und der liebevoll umgesetzten Grafik konnte auch das Spielprinzip überzeugen. Die chaotische Geisterjäger-Truppe kurvt zunächst im Auto in Manhattan umher, bis ihr geisterhafte Aktivitäten gemeldet werden. Dann muss die Crew so schnell wie möglich an den Ort des Geschehens gebracht werden.

Dort angekommen, wird die Geisterfalle ausgepackt. Die Ghostbuster-Figuren mit ihren Strahlern müssen dann so positioniert werden, dass der Geist nicht entwischen kann. Aber Vorsicht: Wie Kenner des Films wissen, dürfen sich die Strahlen nicht kreuzen, denn auch im Spiel hat das fatale Folgen. Zu guter Letzt ist Timing gefragt: Die Falle muss genau dann ausgelöst werden, wenn sich der Geist darüber befindet. Gelingt dies nicht, dann rächt sich das Gespenst mit einer Schleimpackung.

Der vereinfachte Stadtplan von New York auf dem C64. Das Ghostbusters-Symbol zeigt die Position des Autos der tapferen Geisterjäger an. Noch ist alles ruhig. Noch...
Der vereinfachte Stadtplan von New York auf dem C64. Das Ghostbusters-Symbol zeigt die Position des Autos der tapferen Geisterjäger an. Noch ist alles ruhig. Noch...
(Bild: Activision)
David Crane, der Schöpfer von "Ghostbusters" (nicht zu verwechseln mit dem Produzenten der Fernsehserie "Friends"), gehörte zu den frühen Stars der Computerspiele-Szene. Er war Mitbegründer der Firma Activision, die zunächst hauptsächlich Spiele für das Atari-Videospielsystem produzierte. Eines der bekanntesten Spiele aus dieser Phase war die Dschungel-Expedition "Pitfall!", die hinter dem legendären "Pac-Man" zum am zweithäufigsten verkauften Titel für das Atari-System avancierte.

Nach dem Zusammenbruch des Videospielemarktes im Jahr 1983, der durch den Siegeszug der Heimcomputer und eine Vielzahl ideenlos zusammengeklöppelter Konsolentitel begünstigt wurde, wandte sich Crane den 8-Bit-Computern wie dem C64 zu.

Ein kleines Highlight aus damaliger Sicht war die Sprachausgabe der C64-Version von "Ghostbusters": Gelang es nicht, den Geist einzufangen, dann erklang klar verständlich das Filmzitat "He slimed me" (zu Deutsch: "Er schleimte mich voll") aus dem Lautsprecher.

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