Die Bauelemente-Distribution trotzt dem schwächelnden Markt

| Redakteur: Margit Kuther

FBDi-Quartalszahlen 1Q2019: Der Umsatz der im FBDi organisierten Distributionsunternehmen wuchs um 4% im Vergleich zum Vorjahresquartal auf rund 922 Mio. Euro.
FBDi-Quartalszahlen 1Q2019: Der Umsatz der im FBDi organisierten Distributionsunternehmen wuchs um 4% im Vergleich zum Vorjahresquartal auf rund 922 Mio. Euro. (Bild: FBDi)

Die deutsche Bauelemente-Distribution legt im ersten Quartal 2019 um 4% zu. Doch erste Zeichen einer Marktabkühlung sind bemerkbar.

Nach zwei Jahren mit ungewöhnlich guten Ergebnissen machen sich auch in der deutschen Bauelemente-Distribution erste Anzeichen einer Marktabkühlung bemerkbar. Dennoch wuchs der Umsatz der im Fachverband Bauelemente-Distribution (FBDi e.V.) organisierten Distributionsunternehmen um 4% auf rund 922 Mio. Euro. Die Aufträge gingen jedoch um knapp 17% zurück, auf 832 Mio. Euro, was einer Book-to-Bill-Rate von 0,9 entspricht.

Bei den großen Produktsegmenten wuchsen die passiven Komponenten mit 21,4% (auf 114 Mio. Euro) nach wie vor überdurchschnittlich, gefolgt von den Halbleitern, die um 3,5% auf 664 Mio. Euro zulegten. Alle anderen Produktbereiche, inklusive der Elektromechanik (-4,1% auf 89 Mio. Euro), gingen zurück. Dadurch gaben sich bei dem prozentualen Anteil am Gesamtmarkt auch leichte Verschiebungen zugunsten der passiven Bauelemente (12%) und der Halbleiter (72%). Die Elektromechanik verblieb bei 10% Anteil, alle anderen Bereiche kamen zusammen auf 6%.

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Wir sehen derzeit die Rückkehr zur Normalität in der Auftrags- und Umsatzentwicklung, obwohl es in einigen selektiven Produktsegmenten nach wie vor Engpässe gibt. Aber das erste Quartal ist ein guter Indikator für den weiteren Verlauf des Jahres, wir erwarten keine signifikanten Sprünge und gehen davon aus, das die Läger der Kunden im allgemeinen gut gefüllt sind.“

Die makroökonomischen Einflüsse und die daraus resultierende Unsicherheit werden größer, meint Steinberger: „Der Brexit ist nur verschoben, diverse Industrien stehen vor einem drastischen Strukturwandel, und die ungute Situation zwischen den USA und China zeigt erste gravierende Auswirkungen auf den Markt, die größte sicherlich der Huawei-Bannstrahl. Die positive Nachricht: Innovation wird vielleicht gebremst, aber nicht gestoppt. Der Umbau der Gesellschaft und Industrie muss weitergehen, und das geht nur mit neuer Technologie.“

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