Consumer-Elektronik Die 10 größten Elektronik-Flops

Redakteur: Franz Graser

High Tech allein garantiert noch keinen Verkaufserfolg. Auch ambitionierte Produkte können scheitern, wenn ein stimmiges Vermarktungskonzept fehlt, der Preis vom Markt nicht akzeptiert wird oder das Produkt ganz einfach zur falschen Zeit kommt. Wir zerren die schlimmsten Flops der letzten 30 Jahre aus den Giftschränken der Hersteller ans Licht.

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Nicht immer sind die Chips abgeraucht - bei den 10 größten Elektronik-Flops waren oft Missmanagement und Marketingfehler im Spiel (Forensic Telecommunications Service)
Nicht immer sind die Chips abgeraucht - bei den 10 größten Elektronik-Flops waren oft Missmanagement und Marketingfehler im Spiel (Forensic Telecommunications Service)

Platz 10: Sega Dreamcast - unglückliches Timing

Gegen Ende der neunziger Jahre zeichnete sich ab, dass der japanische Spielkonsolenhersteller Sega hinter Nintendo und Sony auf einen undankbaren dritten Platz zurückfiel.

Dazu trug unter anderem bei, dass die Spielkonsole Sega Saturn wegen ihrer ambitionierten Doppelprozessortechnik außerordentlich knifflig zu programmieren war und von den Spieleherstellern eher zögerlich mit Software versorgt wurde.

Der Nachfolger des Saturn, so hoffte man, sollte diese missliche Situation ändern. Unter anderem wurde für das Dreamcast eine neue optische Speichertechnik namens GD-ROM (Giga Disc Read Only Memory) entwickelt, die 1,2 Gigabyte Speicherkapazität aufwies. Eine CD-ROM erreicht lediglich 700 Megabyte.

Bei der Markteinführung im Jahr 1999 brach das Dreamcast zwar alle Rekorde - in den ersten zwei Wochen nach dem US-Verkaufsstart sollen in den Vereinigten Staaten über 500.000 Geräte abgesetzt worden sein - aber bereits kurz danach brachte Sony die technisch überlegene Playstation 2 auf den Markt.

Die Sony-Konsole verfügte nicht nur über einen schnelleren Prozessor, sondern auch über ein standardkonformes DVD-Laufwerk. Im Heimatmarkt Japan kam noch ein weiteres Problem hinzu: Die dort sehr beliebten Rollenspiele wie zum Beispiel die Final-Fantasy-Reihe wurden nie für das Dreamcast umgesetzt.

Deshalb kam das Dreamcast trotz anfangs guter Verkaufszahlen nicht aus dem Schatten von Sony heraus und blieb die letzte Konsolenentwicklung von Sega.

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