BearingPoint

Deutschlands Industrieunternehmen entwickeln Produkte oft ins Blaue hinein

23.02.2010 | Redakteur: Martina Hafner

Donald Wachs, Partner bei BearingPoint: „Durch eine Optimierung des Steuerungsprozesses steigt die Wahrscheinlichkeit, höhere Margen bei Neuprodukten zu erzielen, um ein Vielfaches.“
Donald Wachs, Partner bei BearingPoint: „Durch eine Optimierung des Steuerungsprozesses steigt die Wahrscheinlichkeit, höhere Margen bei Neuprodukten zu erzielen, um ein Vielfaches.“

Die strategische Steuerung der Produktentwicklung steckt bei deutschen Unternehmen noch in den Kinderschuhen, behauptet eine aktuelle Studie: kaum belastbare Daten, kein effektives Controlling, keine Konzernrichtlinien.

Deutschlands Top-Manager sind in der Regel zu wenig in die Steuerungsprozesse der Produktentwicklung eingebunden, um diese wirklich effektiv zu gestalten. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Governance und Strategische Steuerung der Produktentwicklung“. Befragt wurden Entscheider in 40 deutschen Industrieunternehmen aus der Maschinenbau-, Automotive- und High Tech-Branche. Weitere Erkenntnisse: Nur wenige Unternehmen setzen auf effiziente IT-basierte Prozesse, einheitliche Standards und Konzernrichtlinien.

Initiiert, durchgeführt und finanziert wurde die Studie von der Management- und Technologieberatung BearingPoint in Zusammenarbeit mit dem Dachverband pdma (Product Development and Management Association), IBM und der Technischen Universität Berlin als gleichberechtigte Partner. Ziel sei es gewesen, Erfahrungen und Wissen aus Wissenschaft, Verbandsarbeit und Beratung zu verbinden.

„Dabei kann eine funktionierende Koordination von Forschung und Entwicklung gerade in Krisenzeiten den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringen“, erklärt Donald Wachs, Partner bei BearingPoint und verantwortlich für den Bereich Industrial Products. „Durch eine Optimierung des Steuerungsprozesses lässt sich die Rentabilität deutlich erhöhen. Die Wahrscheinlichkeit, höhere Margen bei Neuprodukten zu erzielen, steigt um ein Vielfaches.“

Oft Bauchgefühl statt Fakten

Optimierungsbedarf bestehe vor allem in der Prozessunterstützung. Nur jedes fünfte Unternehmen erkenne, dass die IT einen erheblichen Beitrag für das Innovationsmanagement leiste. Wichtige Entscheidungen beruhten nicht selten auf freier Interpretation, statt auf der fundierten Analyse aktueller und konsolidierter Daten.

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