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VDI-Studie Deutschland verliert im IT-Wettbewerb an Schlagkraft

| Redakteur: Franz Graser

Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im IT-Bereich hat sich in den zurückliegenden Jahren verschlechtert. Eine Umfrage im Auftrag des VDI unter mehr als 600 IT-Experten ergab, dass der Standort Deutschland für den internationalen IT-Wettbewerb eher durchschnittlich gerüstet sei.

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Wirtschaftsfaktor Informationstechnik: Nach Meinung von über 600 IT-EXperten hat sich die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im IT-Bereich über die zurückliegenden fünf Jahre verschlechtert.
Wirtschaftsfaktor Informationstechnik: Nach Meinung von über 600 IT-EXperten hat sich die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im IT-Bereich über die zurückliegenden fünf Jahre verschlechtert.
(Bild: gemeinfrei)

Vor fünf Jahren wurde die Wettbewerbsfähigkeit noch als vorwiegend gut eingeschätzt. Ein Grund für die schlechtere Einschätzung sind Risiken, die mit der digitalen Transformation zusammenhängen. 62 Prozent der Befragten stufen Missbrauch und Manipulation von Daten als hohes bzw. sehr hohes Risiko ein.

88 Prozent der befragten Ingenieure schätzen die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands aktuell nur „durchschnittlich“ bis „gut“ ein.
88 Prozent der befragten Ingenieure schätzen die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands aktuell nur „durchschnittlich“ bis „gut“ ein.
(Bild: VDI)

Mit zunehmender Digitalisierung ist die IT-Branche gefragter denn je. Sie wird zum Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft,“ sagte VDI-Direktor Ralph Appel. Die Umsätze in der Software- und IT-Branche wachsen und sind gut mit anderen Wirtschaftsbereichen vernetzt. Zudem hat Deutschland die Möglichkeit, Produkte und Services national und international zu vertreiben.

Doch insgesamt befindet sich Deutschland als Standort der digitalen Wirtschaft nur im Mittelfeld. Rund 88 Prozent der befragten Ingenieure geben an, dass Deutschland nur eine „durchschnittliche“ bis „gute“ internationale Wettbewerbsfähigkeit besitzt. Als „sehr gut“ empfinden dies sogar nur knapp 7 Prozent, 5 Prozent als „schlecht“.

Der Trend entwickelt sich seit 2012 nach unten. Eine Erklärung dafür liefert das Thema IT-Sicherheit. Digitale Trends wie Big Data und Clouds finden in Unternehmen immer mehr Anwendung. Doch die befragten Ingenieure stehen den damit verbundenen Risiken misstrauisch gegenüber. Hackerangriffe, Datenmissbrauch und -manipulation nehmen zu. 42 Prozent sehen ein hohes Risiko für ihr Unternehmen, 20 Prozent gehen sogar von einem sehr hohen Risiko aus. Nur 9 Prozent halten das Risiko für gering.

Für die Studie wurden über 600 Experten aus Großunternehmen sowie aus kleinen und mittleren Betrieben befragt. Die Ergebnisse stellen somit nach Angaben des VDI einen validen Querschnitt durch die deutsche Industrie dar.

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