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Messtechnik extrem Deutscher Wetterdienst erweitert maritimes Messnetz

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Der Deutsche Wetterdienst hat sein maritimes Messnetz um Ultraschall-Windsensoren erweitert. Die Ausschlusskriterien sind streng, denn die Windsensoren sind Grundlage für aktuelle Vorhersagen.

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Ultraschall-Windsensor in rauer Umgebung: Der Ventus von Lufft hat den harten Ausschlusskriterien des Deutschen Wetterdienstes entsprochen.
Ultraschall-Windsensor in rauer Umgebung: Der Ventus von Lufft hat den harten Ausschlusskriterien des Deutschen Wetterdienstes entsprochen.
(Lufft)

Der DWD ist der größte Wetterdienst Deutschlands und gilt in der Meteorologie als große Referenz mit höchsten Ansprüchen. Die Behörde betreibt das größte nationale Messnetz in Deutschland. Es besteht aus hauptamtlichen und nebenamtlichen sowie maritimen Anlagen, die regelmäßig präzise Wetterdaten liefern.

In der kürzlich veröffentlichten Ausschreibung forderte der DWD neue Windsensoren zum Altgeräte-Austausch sowie zur Erweiterung des bestehenden Messnetzes im maritimen Einsatz. Das maritime Messnetz umfasst Wetterstationen auf den DWD-Forschungsschiffen sowie auf Handels- und Behördenschiffen. Die Messdaten, welche aus dem maritimen Messnetz gewonnen werden, sind Grundlage für die Berechnung von aktuellen Vorhersagen.

Ultraschall-Anemometer

Eine Entscheidung des DWS wird mit vielen, sehr strenger Ausschlusskriterien, getroffen. Nur wenige Unternehmen sind weltweit in der Lage, diese Kriterien mit deren Produkten zu erfüllen und konnten daher in die engere Auswahl der Ausschreibung genommen werden. Unter anderem war gefordert, dass die Ultraschall-Anemometer sehr robust sind und über ein geschlossenes System verfügen. „Da die Sensoren ausschließlich im maritimen Umfeld eingesetzt werden, müssen sie besonders gut vor extremen Witterungsbedingungen und Vogelattacken geschützt sein.

Beständig gegenüber Seewasser

Der verwendete Ultraschall-Windsensor mit der Bezeichnung Ventus besteht aus einer seewasserbeständigen Aluminium-Legierung, welche auch bei Schiffschrauben zum Einsatz kommt. Den korrosiven Bedingungen hält der Sensor daher problemlos Stand. Zudem hat sich der Sensor durch dessen eingehauste Konstruktion in Bezug auf Vogelangriffe bereits vielfach bewährt, wohingegen jährlich ein großer Anteil der offenen Messsysteme anderer Hersteller aus diesem Grund ausfallen und entsprechend hohe Reparaturaufwände verursachen. Daher verlangt der DWD in seiner Ausschreibung ein geschlossenes System“, berichtet Udo Kronmüller, Vertriebsverantwortlicher für das Segment Wind und Wetter.

Im Detail: Einsatz findet der Windsensor auf Forschungsschiffen sowie Handels- und Behördenschiffen.
Im Detail: Einsatz findet der Windsensor auf Forschungsschiffen sowie Handels- und Behördenschiffen.
(Lufft)
Von Tieren verursachte technische Probleme, wie Vogelattacken, sind bei umwelttechnischen Anlagen keine Seltenheit. Daher hat sich die Lufft GmbH bereits früh auf ein geschlossenes System zur Messung von Windgeschwindigkeit sowie Windrichtung entschieden. Dies macht es Vögeln nahezu unmöglich, den Sensor zu beschädigen.

Da die Vorteile dieser Konstruktion zwangsläufig zu Beeinträchtigungen der Messunsicherheit führen, wurden für die Windgeschwindigkeit und Windrichtung detaillierte Mindeststandards gefordert. Zur Prüfung dieser sowie weiterer Anforderungen wurden spezielle Tests im Windkanal des DWD durchgeführt.

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