AMA Exportstudie 2008 Deutsche Sensor-Unternehmen exportierten 2007 verstärkt in EU-Länder

Redakteur: Jan Vollmuth

Der AMA Fachverband für Sensorik hat seine aktuelle Exportstudie vorgelegt: Im Jahr 2007 waren Österreich und die Schweiz Hauptabnehmer für die Produkte deutscher Unternehmen, während Schweizer Hersteller insbesondere nach Deutschland und Frankreich lieferten – die USA sind jeweils an die dritte Stelle im Ranking gerutscht.

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„Die Studie zeigt deutliche Verschiebungen in der Exportaktivitäten der Hersteller aus Deutschland und der Schweiz sowie im Ranking der Zielländer“, Dr. Dirk Rein, Geschäftsführer des AMA Fachverbandes
„Die Studie zeigt deutliche Verschiebungen in der Exportaktivitäten der Hersteller aus Deutschland und der Schweiz sowie im Ranking der Zielländer“, Dr. Dirk Rein, Geschäftsführer des AMA Fachverbandes
( Archiv: Vogel Business Media )

„Im Jahr 2005 hat der AMA Fachverband für Sensorik seine erste Exportstudie für die Hersteller von Sensorik, Mess- und Prüfsystemen auf Anregung der AMA Mitglieder aus der Schweiz erstellt. Jetzt, drei Jahre später, wurde die Studie wiederholt, und es ergaben sich deutliche Verschiebungen in der Exportaktivitäten der Hersteller aus Deutschland und der Schweiz sowie im Ranking der Zielländer“, fasst der Geschäftsführer des AMA Fachverbandes, Dr. Dirk Rein, die Ergebnisse der neuesten AMA Umfrage zusammen.

Auslöser für die Studie 2005 war der Wunsch der AMA Mitglieder aus der Schweiz festzustellen, ob sie angesichts ihrer deutlich höheren Exportquote auch in andere Länder liefern als ihre deutschen Kollegen. Wichtigstes Ergebnis seinerzeit war – rechnet man die jeweiligen Exporte nach Deutschland bzw. in die Schweiz raus –, dass sich dann die Exportquoten nicht mehr signifikant unterscheiden. Wichtigstes Zielland waren 2004 für die Hersteller aus der Schweiz nach Deutschland die USA, während die deutschen Kollegen an erster Stelle in die USA lieferten.

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USA ist als Auftraggeber auf den dritten Platz gerutscht

Die jetzt abgeschlossenen Studie zum Berichtsjahr 2007 erfolgte auf der statistischen Basis einer „Marktabdeckung“ von ca. 10% in Deutschland und 20 bis 25% in der Schweiz.

Die zehn wichtigsten Exportländer für deutsche Sensorik-Unternehmen (Archiv: Vogel Business Media)

Für beide Herstellergruppen waren die USA an die dritte Stelle im Ranking gerutscht, sicherlich eine Folge der Dollarparität und der beginnenden Rezession als Folge der Bankenkrise. An erster Stelle im Ranking der Hersteller aus Deutschland lagen 2007 Österreich und die Schweiz, während die Hersteller aus der Schweiz insbesondere nach Deutschland und Frankreich lieferten.

Exportvolumen von 7,2 Milliarden € für deutsche Hersteller

Für die deutschen Hersteller wurde in der aktuellen Umfrage die Exportquote mit 36,1% ermittelt, die damit geringer als 2005 ausfällt. Geht man für das Jahr 2007 von ca. 20 Mrd. € Produktionsvolumen in Deutschland aus – gemeinsam mit dem Importen bilden sie das vom AMA Fachverband hochgerechnete Angebotspotenzial von ca. 25 Mrd. € –, hatte der Export der deutschen Hersteller 2007 ein Volumen von rund 7,2 Mrd. € (2004 bei einer Exportquote von ca. 43%: knapp 6,7 Mrd. €). Die fünf wichtigsten Exportländer für die deutschen Hersteller waren 2007 Österreich mit 13,4% Anteil, vor der Schweiz mit 10% und den USA mit 9,1%. Auf den Plätzen folgen die Niederlande (7,6%) und Frankreich (6,6%).

Vergleich der Exportquote deutscher Hersteller von Sensorik/Messsystemen in den Jahren 2005 und 2008 (Archiv: Vogel Business Media)

Bei den Exporten aus Deutschland nach China zeigte sich – anders als bei den Herstellern aus der Schweiz – von 2004 nach 2007 in der Hochrechnung auf die Exportumsätze ein rückläufiges Ergebnis, sicherlich überraschend, gilt China doch als einer der dynamischsten Märkte überhaupt. Umgekehrt sind die Exporte aus Deutschland nach Österreich deutlich gestiegen, während die Hersteller aus der Schweiz in Österreich offenbar Marktanteile verloren haben.

Die Studie zeigt die Veränderungen in den Exportquoten in die unterschiedlichen Zielländer auf, führt an einigen Beispielen – auch im Vergleich der Herkunftsländer – Hochrechnungen auf die absoluten Exportumsätze durch und interpretiert einige Veränderungen.

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