productronica-Auftakt Deutsche Productronic-Branche geht mit viel Zuversicht in die Zukunft

Redakteur: Peter Koller

Die Lage ist zufriedenstellend, die Aussichten sind gut – dieses Bild der deutschen Productronic-Branche zeichneten die Verantwortlichen von Verbänden und Messe bei der Eröffnungs-Pressekonferenz der productronica 2013 heute in München.

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Grünes Licht und (orange-)roter Teppich: Punkt neun Uhr öffneten sich die Messehallen heute für die productronica-Besucher
Grünes Licht und (orange-)roter Teppich: Punkt neun Uhr öffneten sich die Messehallen heute für die productronica-Besucher
(PK)

Der aktuellen Geschäftsklima-Umfrage des VDMA Fachverbandes Productronic zufolge erwarten die deutschen Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Elektronikproduktion einen Umsatzzuwachs von 2,7 Prozent für das laufende Jahr, ein Prozent mehr als noch in der April-Umfrage. Die Umsatzerwartungen von 8,7 Prozent für 2014 wurden bestätigt.

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Während Photovoltaik- und Halbleiter-Maschinenbau in diesem Jahr noch den Durchschnitt senken, wird auch in diesen Bereichen für 2014 wieder Wachstum erwartet. In den weiteren Segmenten des Elektronik-Maschinenbaus, wie z.B. bei Automobil-, Industrie- und Leistungselektronik sind die Zeichen durchweg positiv.

Automobil- und Industrieelektronik sind Wachstumstreiber

„Während der VDMA für den Gesamtmaschinenbau für 2013 mit einem leichten Minus rechnet, hat sich die Stimmung in der Elektronikproduktion deutlich aufgehellt. Das ist ein gutes Signal für den Start unserer Branchen-Leitmesse productronica“, freut sich Rainer Kurtz, CEO der kurtz-ersa-Gruppe und Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Productronic. „Treiber für den Elektronik-Maschinenbau sind nach wie vor Automobil- und Industrieelektronik. Consumer-Markt, LED-Beleuchtung und die Medizintechnik setzen aber ebenfalls positive Impulse. Die Firmen im Photovoltaik-Segment haben sich stärker diversifiziert oder sind auf angestammte Elektronik-Märkte zurückgekehrt“, fasst Kurtz zusammen.

Auftragseingang unverändert, Auftragsreichweite stabil

Die Auftragssituation hat sich in der aktuellen Umfrage im Vergleich zur April-Umfrage gebessert. Inzwischen melden knapp 54 Prozent der Firmen die gleiche Auftragssituation im Vorjahresvergleich. Weiterhin sehen über 23 Prozent der Befragten eine bessere Auftragslage. Der Auftragsbestand sinkt nochmals leicht auf 2,6 Produktionsmonate. Das liegt unter dem langjährigen Durchschnitt von 3,2 Produktionsmonaten für die Elektronik-Maschinenbauer und ist nur etwa halb so hoch wie im Gesamtmaschinenbau.

Die Beschäftigtensituation der Elektronik-Maschinenbauer hat sich weiter stabilisiert. 80 Prozent der Unternehmen melden normale Arbeitszeiten. 18 Prozent plant nach wie vor Überstunden. Kurzarbeit spielt keine Rolle mehr.

Wachstum im Bauteilemarkt

In die gleiche Kerbe schlug auch Christoph Stoppok, Leiter des Bereichs Components, Mobility & Systems im ZVEI. Seinen Zahlen zufolge wächst der deutsche Markt für Bauelemente 2013 um 2,7% auf rund 17 Mrd. Euro. Für 2014 wird ein Zuwachs um rund 3,4% prognostiziert. Für den Weltmarkt liegen die Zahlen noch etwas besser: 2013 wächst das Segment um gut 3% auf 473 mrd US-$, im kommenden Jahr wird mit einem Anstieg um rund 5% gerechnet.

Dieser Trend schlägt sich auch in der Entwicklung der Messe nieder: „Die productronica wird immer internationaler“, stellt Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München, fest. Die 20. productronica seit der Premiere 1975 verzeichnet ein Wachstum um 14% bei den internationalen Ausstellern, statt fünf gibt es diesesmal neun internationale Gemeinschaftsstände. Insgesamt nehmen in diesem Jahr 1220 (2011: 1189) Aussteller aus 39 Ländern an der Messe teil, die Ausstellungfläche ist stabil mit gut 41.000 Quadratmetern.

Zu den Highlights der Messe zählt neben dem Megathema Industrie 4.0 in diesem Jahr eine Sonderschau zum Thema Wickelgüter. Eine weitere Sonderschau widmet sich dem Thema „Neue Technologien und extreme Randbedingungen“. „Besonders stolz sind wir auf unser bisher größtes Exponat auf der Sonderschau – einen Bagger, der die Anforderungen für Automobilelektronik auf die Spitze treibt. Von der Leistungselektronik über Zuverlässigkeit bis hin zu Beleuchtung und Interieur – hier sind alle Facetten des Themas zu sehen“, erklärt Dr. Eric Maiser, Managing Director von VDMA Productronic. Die Sonderschau wurde realisiert in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (FhG-IZM).

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