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Deutsche Elektroindustrie meldet schwache Auftragslage

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Die Erholung in der deutschen Elektroindustrie lässt noch auf sich warten: Die vom ZVEI im Sommer erhoffte Erholung blieb aus, Auftragseingänge, Umsatz und Produktion lagen wegen der Corona-Krise deutlich unter den Werten der Vorjahresmonate. Dennoch stünden die Zeichen auf Hoffnung.

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Die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung in der Coronakrise haben sich zunächst nicht erfüllt: Die deutsche Elektroindustrie hat im August deutlich schlechtere Geschäfte gemacht, meldet der Branchenverband ZVEI. Das Geschäftsklima gebe aber Hoffnung für die Zukunft.
Die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung in der Coronakrise haben sich zunächst nicht erfüllt: Die deutsche Elektroindustrie hat im August deutlich schlechtere Geschäfte gemacht, meldet der Branchenverband ZVEI. Das Geschäftsklima gebe aber Hoffnung für die Zukunft.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Anzeichen verdichten sich, dass der Weg zum Vorkrisenniveau ein längerer sein wird, meldet der ZVEI. Im August 2020 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie im Vergleich zum Vorjahr 12,4% weniger Bestellungen. Die Inlandsorders gingen um 5,6% und die Auslandsaufträge um 17,0% zurück.

„Wir steuern auf eine langsamere, U-förmige Erholung hin, statt der erhofften schnellen, V-förmigen“, erklärt ZVEI-Konjunkturexperte Peter Giehl. Zumal der Rückgang höher ausfiel als im Juni (-1,1 %) und Juli (-11,3 %). Im Gesamtzeitraum von Januar bis August dieses Jahres verfehlten die Auftragseingänge ihren entsprechenden Vorjahreswert um 10,3%.

Coronakrise sorgt derzeit für einen knapp 10% schlechteren Branchenumsatz

Der von Januar bis August aggregierte Branchenumsatz belief sich auf 112,8 Milliarden Euro, womit er um 9,7% niedriger lag als vor einem Jahr. Die Inlandserlöse büßten um 9,4% auf 53,3 Milliarden Euro ein, die Auslandserlöse um 9,8% auf 59,5 Milliarden Euro.

Der Umsatz mit der Eurozone verfehlte sein Vorjahresniveau um mehr als ein Zehntel (-11,4 % auf 21,7 Mrd. €). Mit Drittländern kam es zu einem Minus von 9,0% auf 37,8 Milliarden Euro.

Auch die preisbereinigte Produktion der Branche gab im August mit minus 15,2% erneut kräftig gegenüber Vorjahr nach. Kumuliert über die ersten acht Monate dieses Jahres verpasste der Output sein Vorjahresniveau um 10,2%.

Hoffnungsschimmer Geschäftsklima

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich dagegen im September 2020 den jetzt fünften Monat hintereinander verbessert. Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen zogen gegenüber August an. Während erstere noch merklich unterhalb der Null-Linie rangiert, liegen letztere nun deutlich darüber.

„Das Geschäftsklima insgesamt hat sich damit wieder auf die Null-Linie emporgeschwungen und gibt Hoffnung, dass die Entwicklung ins Positive dreht“, so Peter Giehl.

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