FBDi-Jahresübersicht 2014 Deutsche Bauelemente-Distribution wuchs 2014 um knapp acht Prozent

Redakteur: Margit Kuther

Die Halbleiter erzielten 2014 gar ein Waschstum von 8,9%. Die Auftragslage bleibt solide, doch Euro/Dollar und die politische Lage machen 2015 unberechenbar.

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Georg Steinberger: „Im Vergleich lag Deutschland bei den Halbleitern über dem europäischen Durchschnitt.“
Georg Steinberger: „Im Vergleich lag Deutschland bei den Halbleitern über dem europäischen Durchschnitt.“
(Bild: Avnet)

Das vierte Quartal endete mit 7,2% Plus gegenüber dem Vorjahresquartal, das Gesamtjahr mit 7,6%. Der Quartalsumsatz betrug in vierten Quartal 698 Mio. Euro, das Gesamtjahr endete mit 2,96 Mrd. Euro. Der Auftragseingang stagnierte zwar in Q4/14 gegenüber dem Vorjahresquartal, lag aber im Gesamtjahr mit 2,95 Mrd. Euro um ca. 5% im Plus. Die Book-to-Bill Ratio, ein mittelfristiger Trendindikator, lag bei 1,00.

Halbleiter legten um 8,9 Prozent zu

Zwischen den Technologien gab es kaum Verschiebungen. Die Halbleiter wuchsen in 2014 überdurchschnittlich (+8,9% auf 2,04 Mrd. Euro, was einem Anteil von über 69% entspricht). Passive Bauelemente verbuchten ein Plus von 6,8% auf 435 Mio. Euro, womit diese knapp 15% des Komponentenkuchens repräsentierten.

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Die Elektromechanik dagegen fiel etwas zurück: Der Umsatzzuwachs bröckelte während des Jahres ab, was am Ende noch zu einem Wachstum von 4,1% auf 308 Mio. Euro und einem Anteil am Gesamtmarkt von 10% reichte. Stromversorgungen wuchsen um 3,7% auf 65 Mio. Euro (2,3% vom Gesamtmarkt), Displays fielen um 1,1% auf 85 Mio. Euro (2,7% vom Gesamtmarkt).

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Während die Gesamtwirtschaft bei knapp 1% Wachstum liegt, konnte die Elektronikindustrie und mit ihr die Distribution weiter gewinnen.“ „Im Vergleich lag Deutschland bei den Halbleitern über dem europäischen Durchschnitt, was vor allem dem Wachstum bei diskreten, Leistungs- und Optokomponenten zu verdanken ist. Speicher, Mikrokomponenten und programmierbare Logik wuchsen unterdurchschnittlich.“

Wechselkurs zwischen Euro / Dollar ist zukunftsbestimmend

Für 2015 erwartet Steinberger ein gemischtes Bild: „Die Entwicklung hängt nicht nur von der reinen Nachfrage ab, die relativ stabil ist, sondern vom Wechselkurs zwischen Euro und Dollar.“

„Die meisten Hersteller haben bereits angefangen, den schwächeren Euro zu berücksichtigen und entsprechend ihre Pläne zu Preiserhöhungen vorgestellt. Die deutsche High-Tech-Industrie profitiert jedoch von der Euroschwäche, weil dadurch die Exportchancen außerhalb der EU verbessert werden. Unberechenbar dagegen bleibt die politische Lage.“

Zurückliegende Quartalszahlen des FBDi

Sie wollen sich einen Überblick über den Geschäftsklimaindex der deutschen Bauelemente-Distribution machen? In 2013 beispielsweise setzte die deutsche Bauelemente-Distribution 2,75 Mrd. Euro um. Für 2014 rechneten die FBDi-Mitglieder mit guten Entwicklungsmöglichkeiten – was sich auch bewahrheitete.

Hier finden Sie zurückliegende Quartalsberichte:

Die Mitgliedsunternehmen (Stand Januar 2015)

Acal BFi Germany, Arrow Central Europe, Avnet EM EMEA (EBV, Avnet Abacus, Silica, Avnet Memec, MSC Technologies), Beck Elektronische Bauelemente, CODICO, Conrad Electronic SE, ECOMAL Europe, Endrich Bauelemente, EVE, Farnell, Future Electronics Deutschland, Haug Components Holding, Hy-Line Holding, JIT electronic, Kruse Electronic Components, MB Electronic, Memphis Electronic, MEV Elektronik Service, Mouser Electronics, RS Components, Rutronik Elektronische Bauelemente, Schukat electronic, Distrelec Schuricht, setron, SHC, TTI Europe.

Fördermitglieder: EPCOS, FCI Electronics.

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