FBDi-Quartalsübersicht 1Q2016

Deutsche Bauelemente-Distribution wächst um 10 Prozent

| Redakteur: Margit Kuther

FBDi-Geschäftsklimaindex 1. Quartal 2016: Die Auftragseingänge stiegen um 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
FBDi-Geschäftsklimaindex 1. Quartal 2016: Die Auftragseingänge stiegen um 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. (Bild: FBDi)

Die deutsche Bauelemente-Distribution erwirtschaftet im 1. Quartal 2016 einen Umsatz von 859 Mio. Euro, davon entfallen 69,8% auf die Halbleiter. Doch ein Brexit und die Erosion der EU könnten den Erfolgskurs gefährden.

9,7% betrug das Wachstum der im Fachverband Bauelemente Distribution (FBDi) gemeldeten Unternehmen in Deutschland im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz lag bei 859 Mio. Euro, aktuell der zweithöchste Quartalsumsatz seit Gründung des FBDi (nur Q1/CY11, das Fukushima-Quartal, war höher). Damit setzte sich der positive Trend des zweiten Halbjahres 2015 fort.

Die Aufträge legten mit 7,5% weniger stark zu, dennoch vermeldet der FBDi eine solide Book-to-Bill-Rate, sprich: das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz lag bei 0,99.

Die Halbleiter lagen mit 10,5% leicht über dem Durchschnitt

Auch das erste Quartal 2016 war, wie schon das Vorquartal, durch ein deutlich unterschiedliches Wachstum der verschiedenen Technologien gekennzeichnet:

Die Halbleiter lagen mit 10,5% leicht über dem Durchschnitt, die Passiven mit 7% leicht und die Elektromechanik mit knapp 1% deutlich darunter.

In der Summe verzeichneten die Halbleiter einen Umsatz von 599 Mio. Euro, die Passiven 119 Mio. und die Elektromechanik 80 Mio. Euro.

Halbleiter trugen 69,8% zum Gesamtumsatz bei, Displays gerade mal 3,3%

Dagegen legten die Displays (32,6%), Sensoren (23,4%) und Stromversorgungen (16,1%) wieder einmal signifikant zu. Sie rangieren jedoch im Vergleich mit den Halbleitern auf einem deutlich niedrigeren Umsatzniveau:

Halbleiter trugen 69,8% zum Gesamtumsatz bei, Passive 13,9%, Elektromechanik 9,4%, Displays 3,3%, Stromversorgungen 2,6% und Sensoren 0,7%.

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Ohne die Wechselkursschwankungen der letzten zwei Jahre entwickelt sich 2016 zumindest bis jetzt erstaunlich solide.“

„Damit liegt Deutschland auch im europäischen Vergleich wieder deutlich über dem Durchschnitt. Angesichts der noch guten Auftragslage ist auch für Q2 mit einem ähnlich guten Ergebnis zu rechnen.“

Ob das allerdings so weitergehen wird, hängt nicht nur an Industriefaktoren, meint Steinberger: „Klar, es gibt viele positive Signale aus technischer (IoT, Industrie 4.0) wie regionaler Sicht (Beendigung der Iran-Sanktionen, US-Wahl), die die sehr stark innovations- und exportabhängige Hightech-Industrie und damit auch die Bauelemente-Nachfrage hierzulande beeinflussen können.

Allerdings sehen wir in der Erosion der EU, nicht zuletzt durch den drohenden Brexit, eine nachhaltige Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung auch in Deutschland.“

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