FBDi-Quartalsbericht 4Q2015

Deutsche Bauelemente-Distribution wächst 2015 um 6 Prozent

| Redakteur: Margit Kuther

FBDi-Geschäftsklimaindex 4. Quartal 2015: Die Auftragseingänge stiegen um 11.9 Prozent zum Vorjahresquartal.
FBDi-Geschäftsklimaindex 4. Quartal 2015: Die Auftragseingänge stiegen um 11.9 Prozent zum Vorjahresquartal. (Bild: FBDi)

Der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt legt im vierten Quartal 2015 um 7,7% zu. Spitzenreiter sind die Sensoren (+64%). Die Auftragslage bleibt auch für 2016 positiv, so der FBDi.

Die deutsche Bauelemente-Distribution kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Der Umsatz der im Fachverband Bauelemente Distribution (FBDi) gemeldeten Unternehmen in Deutschland stieg im 4. Quartal 2015 um 7,7% auf 752 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Aufträge stiegen im 4. Quartal 2015 sogar um 11,9% auf 784 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, was eine Book-to-Bill-Rate von 1,04 und damit solide Aussichten für die nächsten Monate bedeutet. Im Gesamtjahr 2015 stieg der Umsatz um 5,8% auf den Rekordumsatz von 3,14 Mrd. Euro – ohne das schwache erste Halbjahr (3% Wachstum) wäre das Ergebnis sogar noch höher ausgefallen.

Zweistelliges Wachstum im 4. Quartal 2015

Das vierte Quartal war im Wesentlichen geprägt von einem starken, deutlich zweistelligen Wachstum bei Sensoren (+64%), Displays (+30%) und Stromversorgungen (+16,5%), gefolgt von Halbleitern (7,4%) und passiven Bauelementen (6%).

Lediglich die Elektromechanik stagnierte bei knapp 1% Plus. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit folgendes Bild: Halbleiter wuchsen um 7% auf 2,18 Mrd. Euro, Passive um 2% auf 443 Mio. Euro, die Elektromechanik schrumpfte um 1,6% auf 304 Mio. Euro. Sensoren wuchsen um knapp 10% auf 20 Mio. Euro, Displays um 18,8% auf 101 Mio. Euro und die Stromversorgungen schließlich um 17,3% auf 76 Mio. Euro.

Die Verteilung änderte sich kaum: Halbleiter repräsentieren knapp 70% des Geschäfts, Passive 14% und die Elektromechanik knapp 10%. Displays liegen bei 3,2% und Stromversorgungen bei 2,4% Anteil am Gesamtmarkt.

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Die deutsche Bauelemente-Distribution kann zufrieden sein mit dem Ergebnis, auch wenn man feststellen muss, dass 5,8% Plus im europäischen Vergleich eher am unteren Ende der Skala liegt.

Dies liegt hauptsächlich an den Wechselkursrelationen, denn Länder, in denen stärker in Dollar fakturiert wird, oder die im Vergleich zum Euro starke Währungen hatten, legten auch mehr zu. 2016 wird dieser Effekt, sofern das Euro/Dollar-Verhältnis nicht wieder verrücktspielt, deutlich zurückgehen.“

Industrie 4.0 und IoT beflügelt die Wirtschaft

2016 wird nach Einschätzung von Steinberger ein spannendes Jahr. „Bis jetzt zeigte sich die deutsche Industrie – unsere Kunden – weitgehend immun gegen den weltweiten Abschwung, zumindest, wenn man die weiterhin positive Auftragslage in Betracht zieht.

Die Entwicklung in China scheint bisher noch keine Spuren bei unseren Kunden hinterlassen zu haben. Allerdings zeigt der weltweite Komponentenmarkt (gemessen in Dollar) keine großen Wachstumssprünge, im Gegenteil; und die Fertigungsauslastung der meisten Hersteller deutet eher auf Überkapazitäten denn auf Knappheit hin.

Jedoch gibt es mit Internet of Things und Industrie 4.0 auch Themen, die die Wachstumsphantasien schon in diesem Jahr beflügeln können. Beide Themen sind bereits heute Realität und nicht mehr aufzuhalten.“

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