FBDi Quartalsbericht 3Q2016

Deutsche Bauelemente-Distribution verzeichnet Umsatzeinbußen von 3,4%

| Redakteur: Margit Kuther

FBDi-Geschäftsklimaindex 1. Quartal 2016: Die Auftragseingänge stiegen um 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
FBDi-Geschäftsklimaindex 1. Quartal 2016: Die Auftragseingänge stiegen um 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. (Bild: FBDi)

Mit einem Umsatzminus von 3,4% beendete die deutsche Bauelemente-Distribution das dritte Quartal 2016, so der FBDi. Die Halbleiterumsätze etwa sanken um 2,6% auf 565 Mio. Euro

Um 3,4 % auf 802 Mio. sanken die Verkäufe der im Fachverband Bauelemente Distribution (FBDi e.V.) gemeldeten Unternehmen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Aufträge legten dagegen um 0,5% zu (809 Mio. Euro).

Die sich daraus ergebende Book-to-Bill-Rate, das Verhältnis vom Auftragseingang zum Umsatz, lag mit 1,1 im positiven Bereich.

Dem Rückgang liegt jedoch zum Teil ein technischer Effekt zugrunde, denn das dritte Quartal 2015 beinhaltete für Unternehmen, die nach Fiskalkalender und nicht nach Kalendermonat abrechnen, eine ganze Woche mehr. Ohne diesen Effekt wäre das Umsatzergebnis ausgeglichen.

Umsatzeinbußen bei den Bauteilen im Detail

Die Halbleiterumsätze sanken um 2,6% auf 565 Mio. Euro (Auftragseingang: 555 Mio. Euro), was einem Anteil am Gesamtumsatz von 70% entspricht.

Die passiven Bauelemente brachten 2,4% weniger Umsatz, nämlich 111 Mio. Euro (Auftragseingang: 116 Mio. Euro), etwa 14% des Gesamtumsatzes. Schlechter erwischte es die Elektromechanik, die um 5% auf 74 Mio. Euro abrutschte, ein Anteil von gut 9%. Andere Bauelemente: Displays -25% (Sondereffekt); Sensoren -0,1%, Stromversorgungen 7,9%.

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „2016 bleibt mit bis dato knapp 4% Umsatzwachstum ein solides Jahr für die Distribution. Angesichts aller Unsicherheiten, die der Gesamtmarkt mit sich bringt – Abgasskandal, schwächeres Wachstum in China, politische Unsicherheiten in und um Europa – erweist sich der deutsche Hightech-Markt als sehr robust.“

„Auch die Auftragslage lässt zumindest nicht mit einer massiven Verschlechterung der Aussichten für nächstes Jahr rechnen.“

„Allerdings bereitet die massive Konsolidierung gerade bei den Halbleiterherstellern Kopfzerbrechen“, so Steinberger weiter.

„Der weltweite Halbleitermarkt schwächelt, also werden Synergien durch Akquisitionen gesucht, und Gewinne durch Druck auf den Vertriebskanal optimiert. Das ist weder für die Kunden noch die Distributoren gut. Nachhaltigkeit sieht anders aus.“

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