FBDi-Quartalsbericht Deutsche Bauelemente-Distribution startet positiv in 2015

Redakteur: Margit Kuther

Der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt wächst im 1. Quartal 2015 um 3,4 Prozent. Trotz Währungsschwankungen, Griechenlandkrise und Chinas Wachstumsschwäche bleibt die Auftragslage stabil, so der FBDi.

Firmen zum Thema

Georg Steinberger, Vorstandsvorsitzender FBDi: „In Deutschland, wo der Großteil des Geschäfts in Euro verbucht wird, waren die Wachstumsraten eher normal.“
Georg Steinberger, Vorstandsvorsitzender FBDi: „In Deutschland, wo der Großteil des Geschäfts in Euro verbucht wird, waren die Wachstumsraten eher normal.“
(Bild: Avnet)

Die deutsche Bauelementedistribution beginnt das Jahr 2015 mit einem leichten Wachstum. Der Umsatz der beim Fachverband der Bauelemente Distribution (FBDi) gemeldeten Unternehmen in Deutschland stieg um 3,4% auf 783 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Bei den Aufträgen verzeichnete der FBDi ein Plus von knapp 2% auf 792 Mio. Euro. Damit lag das Wachstum in Deutschland deutlich unter dem europäischen Durchschnitt, der im ersten Quartal zweistellig war.

Der FBDi erklärt die unterschiedliche Entwicklung damit, dass außerhalb Deutschlands Distributoren mit ihren Kunden vielfach in US-Dollar oder anderen Währungen abrechnen, die allesamt im Jahresverlauf zweistellig gegenüber dem Euro gewonnen haben.

Unechtes Wachstum, da währungsabhängig

Georg Steinberger, Vorstandsvorsitzender des FBDi: „Der Verfall des Euro gegenüber dem US-Dollar oder dem britischen Pfund betrug im Verlauf eines Jahres fast 20%. In Deutschland oder Italien, wo der Großteil des Geschäfts in Euro verbucht wird, waren deshalb die Wachstumsraten eher normal, während Skandinavien, Frankreich oder Osteuropa hoch zweistellig gewachsen sind. Dort laufen die Geschäfte meist in US-Dollar. Aufgrund der Wechselkursschwankungen sehen wir zudem zurzeit auf breiter Front signifikante Preiserhöhungen von den Bauelementeherstellern.“

Überdurchschnittliches Wachstum der Halbleiter

Bei den Technologien sind die Verschiebungen marginal. Halbleiter wuchsen erneut überdurchschnittlich um 6,1% auf 554 Mio. Euro, was einem Anteil am Gesamtmarkt von knapp 70% entspricht. Die passiven Komponenten schrumpften um 3,4% auf 110 Mio. Euro, dies repräsentiert einen Anteil von 14%.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Bei der Elektromechanik sieht es mit -3,7% auf knapp 80 Mio. Euro ähnlich aus, der Anteil am Gesamtmarkt sank auf 10%. Displays schrumpften um 6,9% auf rund 21 Mio. Euro, knapp 3% des Marktes, dafür wuchsen die Stromversorgungen (Batterien, Akkus und Wandler) um 23% auf 19 Mio. Euro (2,5% Anteil am Gesamtmarkt).

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Nach einem recht erfolgreichen Jahr 2014 verlief das erste Quartal eher verhalten. Die Halbleiter entwickelten sich normal angesichts der Währungssituation, warum jedoch die Passiven schwächelten, ist nach dem positiven Verlauf von 2014 kaum nachzuvollziehen. Elektromechanik und Displays setzten dagegen schlicht den eher schwachen Trend von 2014 fort.“

Aussichten gemischt

Für 2015 erwartet Steinberger ein gemischtes Bild: „Die Wechselkursschwankungen werden sich wohl im Jahresverlauf wieder ausgleichen. Zudem sieht das wirtschaftliche Bild in Europa nicht so schlecht aus – Mittel-, Nord- und Westeuropa sind stabil, Osteuropa wächst weiter, der Süden (Spanien und Italien) stabilisiert sich.

Es sähe also nicht so schlecht aus, wäre da nicht die Dauerkrise um Griechenland und die Wachstumsschwäche von China, einem unserer wichtigsten Exportmärkte. Wir gehen jedoch von einem stabilen einstelligen Wachstum im Jahr 2015 aus.“

FBDi-Zahlen zurückliegender Quartalsberichte

(ID:43433053)