FBDi-Geschäftsklimaindex 3Q2013

Deutsche Bauelemente-Distribution im Aufwind

| Redakteur: Margit Kuther

Georg Steinberger, FBDi-Vorstandsvorsitzender: „Die deutsche Industrie ist weltweit konkurrenzfähig.“
Georg Steinberger, FBDi-Vorstandsvorsitzender: „Die deutsche Industrie ist weltweit konkurrenzfähig.“ (Bild: Avnet)

Der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt legt im dritten Quartal 2013 um 3,2% gegenüber dem Vorjahr zu. Für 2014 rechnen die FBDi-Mitglieder mit einem moderaten aber soliden Wachstum.

Die Lage am deutschen Bauelemente-Distributionsmarkt beginnt sich weiter zu stabilisieren. So stieg laut Fachverband der Bauelemente Distribution (FBDi) der Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 3,2% auf 716 Mio Euro. Die Book-to-Bill-Rate (Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz) lag damit bei 1,01 (0,93 im gleichen Vorjahreszeitraum). Für das Gesamtjahr ergibt sich ein positiver Ausblick im niedrigen einstelligen Bereich.

Kräftiges Plus beim Auftragseingang

Bei der Betrachtung der verschiedenen Komponentengruppen offenbart vor allem der Halbleitermarkt noch einige Schwächen in der Umsatzentwicklung (+1% in Q3 gegenüber Vorjahr auf 484 Mio. Euro). Dagegen lässt der Auftragseingang bereits wieder Wachstumsphantasien blühen: Das kräftige Plus von 13% auf 487 Mio. Euro könnte ein gutes 4. Quartal und einen guten Start ins neue Jahr bedeuten. In der gleichen Zeit wuchsen die passiven Bauelemente um 10% beim Umsatz und 11,1% bei den Aufträgen.

Mit 100 bzw. 11 Mio. Euro sind sie die zweistärkste Komponentengruppe, gefolgt von der Elektromechanik. Diese stieg um 6,2% auf 76 Mio. Euro Umsatz und um 5,9% auf 79 Mio. offene Aufträge. An der generellen Gewichtsverteilung (68% Halbleiter, 15% Passive und 11% Elektromechanik) hat sich nichts geändert.

Mikroelektronik bleibt die Querschnittstechnologie für alle Märkte

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Zwar scheint die Bauelemente-Distribution in Deutschland wieder voranzukommen, zur Zeit ist der deutsche Markt entgegen der allgemeinen Wirtschaftlage aber nicht der Beste für Elektronikspezialisten.

Im europäischen Vergleich hat der deutsche Markt etwas an Gewicht verloren, was angesichts eines Anteils von weit über 30% jedoch eher ein Luxusproblem ist. Unabhängig davon:

Mikroelektronik bleibt die Querschnittstechnologie für alle Märkte, ob Umwelt, Sicherheit, Transport, Kommunikation oder Komfort. Und die deutsche Industrie ist von der Anwendungsbreite und -tiefe sicher die führende in Europa und weltweit konkurrenzfähig noch dazu.“

Aussicht für 2014: moderates und solides Wachstum

Wie die Aussichten für die kommenden 12 Monate zu beurteilen sind, lässt der FBDi-Geschäftsklimaindex* erahnen: So bewerten die FBDi-Mitglieder (nach Schulnotensystem) die Aussichten fürs laufende und nächste Quartal sowie die nächsten 12 Monate nahezu identisch mit rund 2,9. In Zahlen übersetzt hieße das: moderates und solides Wachstum.

*Der FBDi-Geschäftsklimaindex umfasst Auftragsbestand, Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis und wird jedes Quartal anonym erhoben. //MK

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