Interview mit Raspberry-Entwickler Eben Upton

Details zum Raspberry Pi Compute Modul für die Industrie

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Wie glauben Sie, werden Entwickler das Raspberry Compute Module nutzen?

Unsere Überzeugung ist, dass die Entwickler erst ihr Software-Design auf einem Standard Raspberry Pi prüfen, dann zu einem Compute Module wechseln. Das Entwicklungs-Board ist als eine Möglichkeit gedacht, gemäß den spezifischen Anforderungen an die IO ihre eigenen Schnittstellenkarten zu entwickeln.

Sobald die Machbarkeit des Designs erwiesen ist, werden die Entwickler ihre eigenen Schnittstellenkarten entwickeln, die dann das Compute Module beherbergen. Unser Ziel ist, Entwicklern einen reibungslosen Weg vom Prototyping auf dem Pi bis zum versandfertigen Produkt zu ermöglichen.

Der Erfolg des Raspberry Pi hat einen Markt für Erweiterungskarten, etc. von Drittanbietern hervorgebracht. Sehen Sie diese Entwicklung auch beim Compute Module?

Ja. Denn Entwickler, denen wir einen Vorabzugang ermöglichten, gaben uns bereits erste Hinweise. Es wird die Schaffung anderer Raspberry Pi - basierter Designs zu ermöglichen, die alle Arten der Konnektivität bieten und das Compute Module im Herzen tragen. Wir können uns in dieser Richtung im Lauf des nächsten Jahres, rund zehn Varianten in vielen neuen Anwendungen vorstellen.

Darüber hinaus hoffen wir Dritthersteller zur Schaffung eines neuen Line-ups von Schnittstellenkarten und Host Boards für das Compute Module anzuregen, wie ich dies bereits beim auf PoE-Beispiel angesprochen habe. Das Entwicklungsboard wird viele erste Entwürfe ermöglichen.

Aber wir erwarteten zu keiner Zeit, dass es als Massenprodukt in komplette Designs integriert wird. Dies lässt Dritten viele Möglichkeiten, um hier einzusteigen. Wie bereits gesagt haben wir bereits einen kleinen Vorgeschmack auf mögliche Board Designs erhalten.

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Wie wichtig sind Ihre Vertriebspartner jetzt und in Zukunft?

Von Anfang an einen international führenden Distributor für Komponenten einzubinden, war für das Projekt von existenzieller Bedeutung. So veränderten einige sehr frühe Gespräche mit ihnen – unsere Exklusivdistributoren für Deutschland sind RS Components und Farnell – unseren Ausblick vollständig. Wir mussten akzeptieren, dass wir Verantwortung für die Herstellung genauso wie für das Marketing des Raspberry Pi tragen, um das Produkt in den Markt zu bringen.

Dies brachte uns dazu, das Design des Raspberry Pi zu lizensieren und die Verantwortung für die Herstellung zu delegieren. Dies war ein großer Schritt für uns und wir können es als großen Erfolg verbuchen. Wir waren etwas besorgt darüber, wie viele der Boards wir versenden könnten, sicher verstehen Sie unsere Überraschung darüber, als am ersten Tag der Markteinführung bereits 100.000 Aufträge eingingen.

Werfen wir beispielsweise einen Blick auf unsere Zusammenarbeit mit RS Components. Wir haben von dessen logistischer Kompetenz profitiert. Wenn Sie sich vorstellen, dass Sie es mit einem Unternehmen zu tun haben, das 90% des weltweiten BIP abbildet und auch noch den Zugang zu nachgelagerten Vertriebspartnern bietet, können Sie sicher abschätzen, welch ein Segen diese Zusammenarbeit für uns gewesen ist. Für die Zukunft wollen wir die Beziehung zu RS Components weiter vertiefen.

Der eindeutige Fokus auf ein Kundenspektrum im Bereich der Industrie von RS Components passt hervorragend zum Compute Module. Wir fühlen uns hier optimal aufgehoben und sind mit dem gesamten Arrangement sehr zufrieden.

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