Fertigungselemente Design-Elemente bei Serverschranktüren umsetzen

Autor / Redakteur: Rainer Kuhn * / Kristin Rinortner

Unterschiedliche Lochgeometrien, Prägungen oder Aussparungen für Griffe als funktionale Design-Elemente werden oft von den Herstellern nachgefragt. Hier sind Kreativität und Fertigungs-Knowhow gefragt.

Firmen zum Thema

Serverschränke: Lochfeldformen, Prägungen, Konturen, Gewinde oder Aussparungen für Griffe können als Design-Elemente, für technische Merkmale sowie eine einfache und schnelle Weiterverarbeitung beim Serverschrankhersteller genutzt werden.
Serverschränke: Lochfeldformen, Prägungen, Konturen, Gewinde oder Aussparungen für Griffe können als Design-Elemente, für technische Merkmale sowie eine einfache und schnelle Weiterverarbeitung beim Serverschrankhersteller genutzt werden.
(Bild: info@dominikhatt.com / Solvaro)

Ist ihr Badezimmerspiegel auch eine Heizung? Versteckt sich in dem kubistischen Objekt in der Ecke des Wartezimmers Ihres Arztes eine Multimediaanlage? Ist die Rathausdecke aus rein optischen Gründen durchgängig mit Löchern durchzogen?

Das sind unterschiedliche Geräte, die sich immer öfter in das Bild eines Raumes nahtlos einfügen, oder durch ihr Design eigene Akzente setzen. Dieser Trend, Funktion und Design zu verbinden, ist auch bei der Elektronik deutlich erkennbar. Zum Beispiel bei Serverschränken, die nicht nur in dunklen Kellern untergebracht sind, steht das besondere Aussehen hoch im Kurs.

Immer mehr differenzieren sich die Marken nicht mehr nur über die Leistungsfähigkeit ihrer Produkte, sondern auch über ein markantes Äußeres. Design-Elemente, auch solche zum Ermöglichen von Funktionen wie das Anbringen von Griffen, werden bei den Herstellern von Bauteilen für Serverschränke häufiger nachgefragt. Bei deren Umsetzung sind Kreativität bei den Entwicklern und besonderes Knowhow in der Produktion im Umgang mit den Fertigungstechnologien gefragt.

Die Kühlung immer im Blick beim Serverschrank

Das ansprechendste Serverschrank-Design wird schnell unattraktiv, wenn es eines nicht gestattet: ausreichende Luftzirkulation und somit die Unterstützung der Kühlung. Deswegen ist die Lochung der Türen für die Entwickler im ersten Schritt eine gesetzte Komponente.

Lochblechplatinen eignen sich gut als Bauteile für Serverschranktüren, da sie eine umfangreiche Luftzirkulation ermöglichen. Der besondere Kniff bei der Entwicklung einer Serverschranktür aus gelochtem Metall ist das Erreichen eines möglichst hohen Luftdurchlasses ohne Einbußen bei der Stabilität, Planebenheit oder Beständigkeit von Beschichtungen.

Das Ziel ist, die Kühlsysteme der Rechenzentren bestmöglich zu unterstützten, um die nicht unerheblichen Energiekosten bei deren Betrieb zu senken. Die Lösungen dazu bedienen sich dabei unterschiedlicher Lochungen.

Die wabenähnliche Sechskant-Lochung, deren größter Vorteil in einem freien Querschnitt von bis zu 85% liegt, ermöglicht zusätzlich eine fast uneingeschränkte Sicht auf das Innenleben der Schränke bei geschlossener Tür. Die aufwändig ausgeklügelte Kabelordnung im Inneren des Schrankes kann so jederzeit auf einen Blick geprüft werden.

Eine Rundlochung ist im Vergleich dazu preiswerter in der Herstellung. Ob hexagonal, rund, lang, versetzt oder geradreihig – welche Lochung zum Einsatz kommt, entscheiden die Anforderungen und die Design-Vorstellungen des Herstellers.

Eines haben die unterschiedlichen Lochungen für Serverschranktüren gemein, trotz des enormen Luftdurchlasses bleiben sie äußerst stabil. Soweit zu den Grundanforderungen. Wenn es aber um die Umsetzung von Designelementen geht, ist mit den unterschiedlichen Lochungen noch lange nicht das Ende der Möglichkeiten erreicht.

(ID:44645427)