2013 Der TÜV SÜD informiert, was sich im nächsten Jahr für Autofahrer ändert

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Neue Führerscheine samt geänderter Regeln, mehr Umweltzonen, höhere Bußgelder und vielleicht eine Neuordnung der Flensburger Verkehrssünderdatei – das sind nur einige der Änderungen, die 2013 auf die Autofahrer zukommen. Eine Übersicht über die wichtigsten Punkte von den TÜV SÜD-Experten.

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2013 bringt einige Änderungen für Autofahrer
2013 bringt einige Änderungen für Autofahrer
(Bild: Arno Bachert, pixelio)

Es sind zum einen Vorgaben der Europäischen Union, die im neuen Jahr für deutsche Autofahrer Veränderungen bringen. Dazu gehört der neue Führerschein. Aber natürlich haben auch nationale Entwicklungen ihre Auswirkungen. „Ein kleines Beispiel sind die seltenen, speziellen Versicherungstarife für Frauen“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD. „Die Bevorzugung oder Benachteiligung eines Geschlechts ist ab dem Jahreswechsel bei keiner Versicherung mehr zulässig.“ Bedeutendere Änderungen gibt es auf anderen Gebieten.

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Neue Führerscheine sind 15 Jahre gültig

Vom 19. Januar an gibt es neue Plastikkarten als Nachweis der Fahrerlaubnis. Sie sind ab dann nur noch 15 Jahre gültig. „Ganz wichtig: Das gilt nur für das Dokument selbst“, sagt der Experte von TÜV SÜD. „Die Fahrerlaubnis selbst ist nach wie vor unbegrenzt gültig.“ Nach Ablauf der Frist müsse lediglich ein neuer Führerschein ausgestellt werden. Gesundheitschecks sind nicht vorgesehen. Bisherige Führerscheine gelten übrigens noch bis 2032 unbefristet weiter.

Änderungen bei Zweirädern

Die wichtigsten Neuerungen für Biker auf einen Blick: Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h für den 16 und 17 Jahre alten Biker-Nachwuchs (Führerscheinklasse A1) wird ersatzlos gestrichen; die Leistungsbeschränkung von maximal 11 kW bei 125 cm3gilt weiter. Dabei darf das Verhältnis von Leistung/Gewicht von höchstens 0,1 kW/kg nicht überschritten werden. Mehr Leistung auf die Straße bringen dürfen dagegen Motorradfahrer ab 18 Jahren: anstatt 25 dann 35 kW in der Klasse A2 (Leistung/Gewicht nicht mehr als 0,2 kW/kg).

Für den Klassenaufstieg gilt: Jeweils nach zwei Jahren mit praktischer Prüfung. Selbst beim Aufstieg in den unbegrenzten Fahrspaß der Klasse A. Führerschein-Neulinge erkundigen sich zusätzlich am besten bei ihrer Fahrschule oder der zuständigen Behörde. Wer schon im Besitz der Fahrerlaubnis ist, kommt in den Genuss der Besitzstandsregelung und darf mindestens all das fahren, was bisher von der Genehmigung gedeckt war.

Falschparken wird teurer

Gerade in Großstädten ist das Parken in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Nun sollen auch die Verwarnungsgelder bei Falschparken drastisch steigen. Für manche Fälle ist zum 1. April eine Verdoppelung geplant. Die Erhöhung muss allerdings noch parlamentarische Hürden nehmen.

Die Reform des Punktesystems lässt noch auf sich warten

Punkte: Ähnlich sieht es mit einem Plan des Bundesverkehrsministers aus. Der möchte noch 2013 das Flensburger Punktesystem reformieren. Das letzte Wort hat jedoch der Bundestag. Einen Termin für eine Abstimmung gibt es noch nicht.

Immer mehr Umweltzonen in den Großstädten

Kaum eine Großstadt verzichtet noch auf die Umweltzone. 2013 kommen neue hinzu: Um das schwäbische Ludwigsburg entsteht ein weiteres zusammenhängendes „Sperrgebiet“. Ohne Plakette rollt 2013 auch kein Auto mehr in Mainz und Wiesbaden. Städte in Baden-Württemberg sperren zudem im neuen Jahr alle Autobesitzer aus, deren Fahrzeug keine grüne Plakette hat. „Insgesamt erhöht sich die Zahl der Umweltzonen von derzeit 43 auf 50, die der Städte und Gemeinden mit Fahrverboten für Gelb oder Rot steigt von 59 auf 71“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD.

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