Industrie-LCDs im Einsatz, Teil 1 Der Trend von LC-Displays im industriellen Umfeld

Autor / Redakteur: Mark Stephenson, Ina Susanne Rao und Marco Schreiber* / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Neue Formate, innovative Technologie und höhere Zuverlässigkeit sind nur einige Zauberworte von Marketingstrategen, die den Trend des LC-Displays im industriellen Sektor den Weg bahnen sollen. Im ersten Teil unserer Serie zeigen wir, woher die Trends kommen und worauf es bei Industrieapplikationen ankommt.

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LC-Displays im industriellen Umfeld sind extremen Bedingungen ausgesetzt. Das Bild zeigt eine Kontrolleinheit der ölverarbeitenden Industrie
LC-Displays im industriellen Umfeld sind extremen Bedingungen ausgesetzt. Das Bild zeigt eine Kontrolleinheit der ölverarbeitenden Industrie
( Archiv: Vogel Business Media )

Es gibt eine große Anzahl von LCD-Modulen, die sich nicht so einfach in eine spezifische Kategorie oder Gruppe eines vertikalen Marktsegmentes einsortieren lassen und deshalb den industriellen Displays zugeordnet werden. Dabei ergeben sich grundsätzliche Fragen: Was ist eigentlich ein industrielles Display? Wie definiert sich diese Bezeichnung? Was bedeutet LCD und worin liegen die Vorteile? Was muss vor der Anschaffung beachtet werden?

LCD bedeutet ins Deutsche übersetzt Flüssigkristallbildschirm oder Flüssigkristallanzeige. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Bezeichnung Liquid Crystal Display. Es bezieht sich auf einen Bildschirm, dessen Funktion darauf beruht, dass Flüssigkristalle die Polarisationsrichtung von Licht beeinflussen. Das erfolgt, sobald ein bestimmtes Maß an elektrischer Spannung angelegt wird.

Marktanforderungen bei großvolumigen Trends

Display-Hersteller passen sich hauptsächlich den Marktanforderungen großvolumiger Trends an. Dazu zählen der Einsatz in Zielapplikationen wie Mobiltelefonen, im Automobilsektor, in Büro und Kommunikation, PMDs (Portable Media Device) und PNDs (Personal Navigation Device). Die Stückzahlen dieser Märkte bestimmen hauptsächlich die Display-Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien und innovativer Prozesse.

Hohe Anforderungen für einen industriellen Einsatz

Ein Display in einem Oszilloskop. Gerade im rauen industriellen Umfeld müssen die Displays über hervorragende optische Eigenschaften und Zuverlässigkeit verfügen (Archiv: Vogel Business Media)

Diese Technologien können aber oft als Vorbote der neuen Generation von Displays für den industriellen Einsatz gesehen werden. Dennoch schließt es nicht aus, dass auch für industrielle Displays neue spezielle Formate und Technologien entwickelt werden. Display-Hersteller müssen speziell für dieses Marktsegment exzellente optische Eigenschaften spezifizieren, eine hohe Zuverlässigkeit garantieren und die Produktion über den gesamten Lebenszyklus einer Applikation sicherstellen.

Die Anforderungen für den industriellen Einsatz von Displays in elektronischen Systemen und Apparaturen können durchaus herausfordernd sein. So kann ein typisch industrielles Umfeld extremen Bedingungen wie das Licht der Umgebung, weite Temperaturbereiche oder erschwerte mechanische Bedingungen beispielsweise Schock oder Vibration unterliegen.

Im zweiten Teil unserer Serie beleuchten wir die Hauptmerkmale eines Displays für den industriellen Einsatz.

*Mark Stephenson ist Produktmanager der Hitachi Display Group in Maidenhead Berhshire (UK), Ina Susanne Rao ist Diplom-Technikredakteurin bei MSC in Stutensee und Marco Schreiber ist Application Engineer Displays and Systems bei MSC in Wiesbaden.

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