Der StreetScooter wird 2018 autonom

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Mit Sensortechnik von ZF und einer KI-fähigen Steuerbox baut die Deutsche Post DHL Group ab 2018 eine Testflotte autonom fahrender StreetScooter-Lieferfahrzeuge auf.
Mit Sensortechnik von ZF und einer KI-fähigen Steuerbox baut die Deutsche Post DHL Group ab 2018 eine Testflotte autonom fahrender StreetScooter-Lieferfahrzeuge auf. (Bild: Deutsche Post DHL Group)

Rein elektrisch ist der Post nicht genug: Nachdem der StreetScooter bisher emissionsfrei seine Routen abstromerte, folgt nun der nächste Schritt: Ab 2018 soll sich die autonom fahrende Testwagenflotte auf den Weg machen.

Die Deutsche Post DHL Group (DPDHL) wird ab 2018 eine Testflotte von autonomen und rein elektrischen Lieferfahrzeugen aufbauen. Die Fahrzeuge werden mit einer intelligenten Steuerbox ausgestattet, die ZF Friedrichshafen gemeinsam mit NVIDIA entwickelt hat.

DPDHL stattet seine Lieferfahrzeuge mit der KI-fähigen Steuerbox ZF ProAI aus, um Pakettransport und -zustellung weiter zu automatisieren. Mit KI ausgestattete autonome Fahrzeuge können vor allem den künftigen Anforderungen auf der letzten Meile zum Kunden besser entsprechen, die aktuell durch die Flexibilitätserwartungen beim E-Commerce sowie die Erfordernisse der Disposition sehr komplex und kostenintensiv sind.

DPDHL hat gegenwärtig eine Flotte von 3.400 StreetScooter-Lieferfahrzeugen. Diese können mit ZF-Sensorik, vor allem Kamera, Lidar- und Radarsensoren, ausgerüstet werden, deren Informationen von der Steuerbox verarbeitet werden. Dank KI können die Fahrzeuge später ihre unmittelbare Umgebung verstehen, eine sichere Route planen – oder kurzfristig umplanen –, sie verfolgen und das Fahrzeug eigenständig parken.

„Das Beispiel autonomer Lieferfahrzeuge zeigt, wie stark KI und Deep Learning die Nutzfahrzeugindustrie beeinflussen“, sagt Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA. „Da die Bestellungen durch Online-Shopping weiter stark zunehmen, die Zahl der Lkw-Fahrer aber begrenzt ist, kommt KI-fähigen autonomen Fahrzeugen eine Schlüsselstellung in der künftigen Logistik auf der letzten Meile zu.“

„Die Entwicklung neuer Transportsysteme, die ökologisch, wirtschaftlich und effizient sind, wird die Logistikindustrie stark verändern“, ergänzt Jürgen Gerdes, Mitglied des Vorstands Deutsche Post AG. „Durch unsere Zusammenarbeit mit ZF und NVIDIA werden wir diesen Wandel nachhaltig voranbringen, zugleich von ihm profitieren und dadurch unsere Position als Innovationsführer der Branche untermauern.“

„Der Auftrag freut uns besonders, zumal er unserem Ansatz entlang der Wirkkette See – Think – Act folgt. Bei der Versorgungslogistik und auf der letzten Meile der Paketlogistik haben autonom fahrende Lieferfahrzeuge ein enormes Potenzial, da sie Güter unabhängig von der Tageszeit und der Verfügbarkeit von Fahrern bewegen können – und das bei minimalen Geräusch- und Abgasemissionen. Auf diese Weise können sie wesentlich dazu beitragen, die Anfälligkeit für Verkehrsstaus in urbanen Zentren zu senken“, sagt Dr. Stefan Sommer, CEO der ZF Friedrichshafen AG.

Um diese KI-Lieferfahrzeuge zu entwickeln, hat DPDHL bereits sein Rechenzentrum mit dem Supercomputing-Chip NVIDIA DGX-1 ausgerüstet und trainiert so dessen künstliches neuronales Netz. Im Laufe der weiteren Fahrzeugentwicklung werden diese Deep-Learning-Algorithmen später auf die Fahrzeug-Steuerboxen auf der NVIDIA DRIVE PX-Plattform übertragen. Bei einem Prototyp, der auf der NVIDIA-Entwicklerkonferenz „GPU Technology Conference“ (GTC) in München vorgestellt wurde, versorgen sechs Kameras, ein Radar- und zwei Lidar-Systeme die KI mit Daten.

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Ich will meine Morgenzeitung noch in 33 Jahren täglich in gedruckter Form und von einem Menschen...  lesen
posted am 11.10.2017 um 13:29 von Unregistriert

See Think Act, da versinkt ein Nackter in der See? Wer klingelt an der Tür und bringt das Packet...  lesen
posted am 11.10.2017 um 12:52 von Unregistriert


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