Der Schublade Katalogdistribution ist Schukat längst entwachsen

| Redakteur: Margit Kuther

Geschäftsführer Bert Schukat: „Wir wollen unsere Bekanntheit steigern.“
Geschäftsführer Bert Schukat: „Wir wollen unsere Bekanntheit steigern.“ (Bild: Schukat)

Schukat forciert den Ausbau der Vertriebskanäle und des Online-Geschäfts sowie die Teilnahme an neuen Messen. Warum sich dies lohnt, verrät Geschäftsführer Bert Schukat.

ELEKTRONIKPRAXIS: Herr Schukat, wie sieht die Geschäftsausrichtung von Schukat in diesem Jahr aus?

Bert Schukat: Drei Themen dominieren unsere Geschäftsstrategie: Erstens optimieren wir unsere internen Prozesse, Systeme und Leistungen hinsichtlich der Kundenanforderungen. Dazu zählen Investitionen in die Analytik, Process Excellence, optimierte Produktdatenverwaltung, Multi-Channel-Management und zielgruppenspezifische Kundenansprache.

Zweiter Fokus ist der Ausbau unseres Projektgeschäfts: wir begleiten unsere Kunden vom initialen Design/Sample bis hin zur Massenproduktion und unterstützen sie beim Design-In, Musterbelieferung, Entwicklung und Umsetzung von geeigneten Logistikkonzepten.

Ebenso erhalten die Kunden etwa Entwicklungssupport in Form von technischem Know-how (FAE-Unterstützung) und persönlichem Vor-Ort-Service mit dem Hersteller. Natürlich steht weiterhin der Klein- und Mittelbedarf im Fokus. Und drittens schaffen wir wichtige Grundlagen für den weiteren Ausbau unserer Vertriebsaktivitäten und unseres Produktportfolios. Ziel ist, dass der Kunde bei uns seinen gesamten Bedarf unkompliziert aus einer Hand decken kann.

Wie entwickelt sich Schukat auf dem Markt?

Derzeit liefern wir alles ab unserem Standort in Deutschland. Obgleich wir den deutschen Markt fokussieren, liegt unser Exportanteil stabil bei 25%. Eine Vor-Ort-Expansion nach Europa ist aktuell nicht geplant. Neue Produkte planen wir etwa bei DC/DC-Wandlern. Im Fokus stehen u. a. die Märkte Maschinenbau und Medical sowie der weiterhin boomende LED-Markt, den wir mit AC/DC-Produkten durch unser wachsendes Portfolio bedienen.

Welche Herausforderungen sehen Sie als Distributor, die es zu bewältigen gilt?

Die Distribution sieht sich mit kundenseitigen Anforderungen wie immer kürzeren Lieferzeiten (Same Day Delivery), individualisierten Lieferbedingungen und vermehrter technischer Unterstützung konfrontiert. Schukat reagiert darauf mit neuen Strategien sowie der Optimierung vorhandener Lösungsansätze, etwa der Ausgangslogistik und dem technischen Support. Zudem treten wir der voranschreitenden Allokation entgegen, etwa bei passiven Bauteilen und Relais.

Oberstes Ziel ist, unseren Kunden die gewünschte Ware trotz der Verknappung auf dem Markt und der verlängerten Lieferzeiten durch die Hersteller zur Verfügung zu stellen. Der Ausbau eines Alternativ-Portfolios ist ein wichtiger Schritt, um gemeinsam mit unseren Kunden diese Zeit zu überbrücken.

Ähnlich sieht es bei den Halbleitern aus. Dort sprechen viele Hersteller zwar nicht offiziell von einer Allokation, doch teilweise steigen auch in diesem Produktbereich die Lieferzeiten deutlich an. Auch hier erweitern wir unser Portfolio.

Inwieweit beeinflusst das wachsende Online-Geschäft die Distributoren?

Das Onlinegeschäft wächst, deshalb optimieren wir etwa unsere E-Commerce-Plattform und legen unseren Fokus auf eine PIM-Lösung, also eine zentrale Produktdatenbank und Multi-Channel-Kommunikation. Außerdem wollen wir CRM-Strukturen noch stärker etablieren und ein genaues Verständnis für die Bedürfnisse unserer Kunden aufbauen sowie die Customer Journey verbessern.

Ein guter Webshop und reibungslos funktionierende EDI-Lösungen gehören für uns als Multi-Channel-Distributor zum Tagesgeschäft. Über diese Kanäle wickeln wir insbesondere die kleinen und mittleren Mengen sehr effizient ab, die 30 Prozent unseres Umsatzes und 50 Prozent der Positionen ausmachen. Unsere Kunden nutzen aber alle Kanäle, größere Bedarfe verhandeln sie z. B. telefonisch mit ihrem Kundenbetreuer.

Warum steht der persönliche Kundenkontakt nach wie vor bei Schukat im Fokus?

Wir kennen unsere Kunden und unsere Kunden kennen uns – und genau das macht den Unterschied aus. Jeder Kunde, unabhängig vom Umsatz, hat einen festen Ansprechpartner im Innen- und Außendienst. Aufgrund der geringen Fluktuation haben wir über die Jahre sehr gute Kundenbeziehungen aufgebaut und es kommen täglich neue hinzu. Auch wenn wir die Digitalisierung unserer Prozesse mit Hochdruck vorantreiben – am Ende steht hinter jeder getroffenen Entscheidung ein Mensch.

Schukat stellt dieses Jahr auf einigen Messen aus. Welches Ziel steckt dahinter?

Neben der electronica hatten wir 2018 zum ersten Mal einen eigenen Messestand auf der embedded world und werden erstmals auf der lighting technology ausstellen. Auf der PCIM sind wir erneut vor Ort. Unser Ziel ist es, bestehende Kunden zu treffen und neue Kunden von unserem Leistungsangebot zu überzeugen. Zudem wollen wir unsere Bekanntheit steigern.

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