Feldbus

Der kritische Faktor bei der Wahl des richtigen Feldbus-Gateways

| Autor / Redakteur: Martin Jenkner * / Gerd Kucera

Die Integration eines Netzwerksystems in eine bestehende Systemumgebung kann Schwierigkeiten bereiten. Aufgrund der Tatsache, dass jedes Feldbusprotokoll unterschiedliche Leistungsmerkmale unterstützt, müssen Ingenieure ausreichend Zeit und Aufwand investieren, um sich genügend Wissen über die Konfiguration und Installation eines Gateways anzueignen.

Feldbusprotokolle unterstützen oftmals zum Beispiel Funktionen wie die Gerätekonfiguration und -überwachung über den Bus aus der Ferne. Außerdem sind die integrierten Geräte darauf ausgelegt, Informationen zum Zweck der Diagnose und Fehlerlokalisierung an eine Leitstelle zurückzusenden. Deshalb sollte das ideale Gateway die Konfiguration vereinfachen und dabei gleichzeitig die Vorteile jedes einzelnen Protokolls erhalten.

Einfache Konfiguration und innovative Funktionalität

Die einfache Konfiguration ist einer der Hauptvorteile eines idealen Gateways. Sofern nur Verbindungen zwischen zwei verschiedenen Protokollen hergestellt werden sollen, muss der Anwender keine Details über die entsprechenden Protokolle wissen. Moxa hat deshalb für sämtliche Modelle seiner Modbus-Gateway-Serie MGate ein Dienstprogramm entwickelt, das den Anwender in wenigen Schritten durch die Konfiguration führt. Zusätzlich dazu verfügen die Gateways über zukunftsweisende Funktionen wie ProCOM und Priority Control.

ProCom vereinfacht die Implementierung durch die Unterstützung von bis zu vier virtuellen COM-Port-Verbindungen, wodurch größere Flexibilität bei der Entwicklung redundanter Steuerungssysteme geschaffen wird. Traditionelle Host-Software nutzt COM-Ports als Steuerungsschnittstelle. Moxas Gateways bieten jedoch nicht nur COM-Mapping, sondern bewahren auch die Fähigkeit zur Anbindung serieller Protokolle. Mit Moxas RealCOM-Treiber kann der Anwender aus der Ferne per Ethernetverbindung über die COM-Ports auf die Gateways zugreifen.

Herkömmliche Modbus Gateways übertragen einfach alle Anforderungen zwischen Modbus-Netzwerken auf Basis von FIFO (first in, first out). Moxas Gateways verfügen über die patentierte Priority Control-Funktion, die es erlaubt, dringende Befehle für die sofortige Antwortmeldung zu markieren, basierend auf der IP-Adresse, der Befehlsart oder dem TCP-Port. Auf diese Art und Weise muss der Anwender zur Übertragung wichtiger Nachrichten kein zweites System einrichten. Priority Control trägt überdies zur Reduzierung der Latenz bei und eignet sich folglich besonders für Echtzeit-Steuerungssysteme.

Die Konsequenz: Weil Feldbusprotokolle in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden und dabei jedes Protokoll seine eigenen speziellen Funktionsmerkmale im Hinblick auf Kalibrierung, Datenkonfiguration, Diagnose und Testinformationen sowie Gerätedokumentation hat, sind die beiden wichtigsten Punkte bei der Auswahl eines Gateways der Erhalt der Protokollcharakteristik und die einfache Integration in bestehende Architekturen. Um den Wert eines Gateways zu maximieren, empfiehlt es sich daher, bei der Auswahl etwas genauer auf diese Punkte zu schauen, um die einfache Konfiguration und Wartung sicher zu stellen.

* * Martin Jenkner ist Business Development Manager für Device Connectivity bei Moxa, Unterschleißheim

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