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Ertragskraft statt maximalem Volumen Der knallharte Kurs von GM-Chefin Barra

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Seit Mary Barra im Jahr 2014 das Ruder übernommen hat, dreht sich der Wind bei Opels US-Mutterkonzern: Aus wirtschaftlich unrentablen Märkten wird sich kurzerhand zurückgezogen. Bleibt der GM-Chefin am Ende aber gar keine andere Wahl, als nun auch Opel und den europäischen Markt aufzugeben?

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General Motors plant den Opel-Verkauf. Der Ausgang bleibt ungewiss, doch eine Rückwärtsrolle seitens Mary Barra ist nicht zu erwarten – zu eisern hat sie bisher ihren eingeschlagenen Kurs vorangetrieben.
General Motors plant den Opel-Verkauf. Der Ausgang bleibt ungewiss, doch eine Rückwärtsrolle seitens Mary Barra ist nicht zu erwarten – zu eisern hat sie bisher ihren eingeschlagenen Kurs vorangetrieben.
(Bild: General Motors)

Die Nachricht über die Opel-Verhandlungen führte in den ersten Tagen zu hektischen Statements und großer Verunsicherung. Politiker und Gewerkschaften äußerten sich im Stundentakt. Bei aller berechtigter Sorge um die hiesigen Arbeitsplätze, bedarf es nun aber einer rationalen Analyse der Hintergründe.

Für viele Menschen weltweit ist das Thema Automotive eines, das Emotionen weckt. Längst vergangene, historische Momente einzelner Autobauer leben noch heute in den Erzählungen weiter. Doch emotionale Regungen und traditionelle Verpflichtungen können sich Lenker von Weltkonzernen nicht mehr leisten.

Ihnen obliegt es, stets den Blick in die Zukunft zu richten und unter gesamtwirtschaftlichen Aspekten zu operieren. Mary Barra, ihres Zeichens General-Motors-Chefin, bildet dabei keine Ausnahme: Was sich nicht ertragreich gestalten lässt, muss aus dem Unternehmensgefüge ausgegliedert werden.

Im Jahr 2014 trat Barra ihren Posten bei dem US-Autobauer an. Ihr Credo: Der Konzern muss wieder mehr Gewinn erzielen. Unwirtschaftlichen Märkten wie Indonesien und Thailand wurde zeitnah der Rücken gekehrt. Russland in der Wirtschaftskrise? Rückzug von GM!

Wer nun Schnellschüsse seitens Bara vermuten würde, der irrt. Der Rückzug aus Russland verhagelte aufgrund von hohen Folgeabschreibungen das damalige Jahresergebnis. Die Marktaufgabe war somit perspektivischer Natur und sollte General Motors in Zukunft entlasten.

Opel ist nun das nächste Projekt der ehrgeizigen GM-Chefin. Ein Blick auf die Zahlen lässt ihre Beweggründe jedoch leichter nachvollziehen. Seit 90 Jahren ist Opel Teil des GM-Konzerns. Seit 1999 konnte die Tochterfirma aber keinen Cent Gewinn beisteuern.

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