Kickstarter-Projekt Dobot M1 Der heimische Roboterarm für 3-D-Druck, Lasergravuren und mehr

Autor Sebastian Gerstl

Das Crowdfundingprojekt Dobot M1 bringt den Fertigungsroboter aus der Werkhalle auf den heimischen Schreibtisch. Der erweiterbare Roboterarm verspricht über eine effektive Traglast von 1,5 kg, die dank auswechselbarer Funktionsköpfe unter anderem für 3-D-Druck, Lasergravuren, Lötarbeiten oder Sortierung am Fließband genutzt werden kann.

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Dobot M1: Der 130 mm x 115 mm x 12mm messende, per Crowdfunding finanzierte Roboterarm ist knapp 53 Zentimeter hoch, verfügt über eine Traglast von 1,5 kg sowie diverse Kommunikationsschnittstellen, wird per PC oder Smartphone gesteuert und kann mit Hilfe diverser Aufsätze für kleinere heimische Fertigungsaufgaben eingesetzt werden.
Dobot M1: Der 130 mm x 115 mm x 12mm messende, per Crowdfunding finanzierte Roboterarm ist knapp 53 Zentimeter hoch, verfügt über eine Traglast von 1,5 kg sowie diverse Kommunikationsschnittstellen, wird per PC oder Smartphone gesteuert und kann mit Hilfe diverser Aufsätze für kleinere heimische Fertigungsaufgaben eingesetzt werden.
(Bild: dobot.cc / Shenzhen Yuejiang Technology)

Der Dobot M1 ist das Nachfolgeprojekt des ebenfalls per Kickstarter realisierten Dobot Arm V1.0. Hinter dem Crowdfunding-Projekt steckt Shenzhen Yuejiang Technology, ein von Robotikingenieuren aus Hongkong gegründetes Startup, das sich zum Ziel gemacht hat, Fertigungsroboter günstiger und somit für Maker wie auch für Ausbildungszwecke attraktiver zu machen.

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Die technischen Daten des Dobot M1
Die technischen Daten des Dobot M1
(Bild: dobot.cc / Shenzhen Yuejiang Technology)

Anders als das Vorgängermodell vertreibt, ist der Dobot M1 nicht nur für leichte feinmotorische Tätigkeiten, sondern nun auch dank einer Traglast von 1,5 kg und zusätzlicher Erweiterungskits für kleine Fertigungsaufgaben nutzbar. Im 1599 US-$ kostenden Basispaket (die auf 55 Stück limitierten Frühbuchermodelle waren innerhalb weniger Stunden bereits vergriffen) sind zwei frei wählbare Werkzeugköpfe enthalten. Zur Wahl stehen ein 3-D-Druckkopf, eine vierte Achse, ein Aufsatz für Lasergravuren sowie ein Saug- und ein Greifaufsatz.

Einzelne Werkzeugköpfe können zum Aufpreis von je 80 US-$ dazubestellt werden. Für 200 US-$ gibt es zusätzlich eine 3-D-Maus, mit der sich der Robotarm frei im Raum steuern lässt.

Über die Ethernet-, WiFi- und Bluetooth-Konnektivität lassen sich auch mehrere Arme per PC und Smartphone bedienen. Der Dobot M1 soll sich generell auf verschiedene Arten programmieren lassen. So verfügt der Roboterarm etwa über einen "Lernmodus": In diesem Zustand lässt sich der Arm manuell frei bewegen, nach anschließender Aktivierung führt der Dobot M1 danach die so vorgegebenen Bewegungen in Endlosschleife selbsttätig aus. Zusätzlich liefert Shenzhen Yuejiang Technology eine Reihe von Tools, APIs und SKDs zur Programmierung am PC mit. Programmierung soll über C/C++ (bzw. die Klassenbibliotheken qt und MFC), C#, Objective-C, Python, Java, Labview und Matlab möglich sein.

Darüber hinaus bietet Shenzhen Yuejiang eine Reihe von Erweiterungskits für den Dobot M1 zu je 600 US-$ an. Dazu zählen unter anderem ein Lötkit zum punktgenauen Arbeiten, etwa auf eigenen Leiterplatten, und ein Visual Kit, dass den Arm mit computergestützter Wahrnehmung ausstattet und somit etwa automatisierte Sortierung ermöglicht. Für schließlich 6099 US-$ lässt sich der Fertigungsroboter zudem mit einer Mobilitätsplattform ausstatten, mit der der Dobot M1 leicht von einen Raum in den nächsten gefahren werden kann – ein Preis, der für den einfachen Maker zu Hause wahrscheinlich arg hoch liegen dürfte.

Der mit einem ursprünglichen Corwdfundingziel von 100.000 US$ angesetzte Dobot hatte seine angestrebte Grundfinanzierung innerhalb von weniger als 24 Stunden bereits erreicht – was auch an der Popularität des seit etwa einem Jahr erhältlichen Vorgängermodells Dobot Arm v1.0 gelegen haben dürfte. Beim erreichen von 300.000 US-$ versprechen die Macher nun, ein zusätzliches Set unterschiedlicher Saugnäpfe für den Robotarm zu fertigen.

Das Crowdfunding für den Dobot M1 läuft noch bis zum 12. Januar 2017. Als angestrebter Liefertermin wird April oder Mai 2017 angegeben.

Mehr Informationen finden Sie beim Crowdfunding-Projekt auf Kickstarter oder auf der Webseite des Herstellers unter dobot.cc.

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