Arbiträr-Signalgenerator

Der AWG5200 bietet vertikal 16 Bit und acht Kanäle pro Einheit

| Redakteur: Hendrik Härter

Bei der Serie AWG5200 von Tektronix handelt es sich um einen Arbiträr-Signalgenerator mit einer Abtastrate von 10 GS/s.
Bei der Serie AWG5200 von Tektronix handelt es sich um einen Arbiträr-Signalgenerator mit einer Abtastrate von 10 GS/s. (Bild: Tektronix)

Mit dem AWG5200 bietet Tektronix einen Arbiträr-Signalgenerator mit einer Abtastrate von 10 GS/s, einer vertikalen Auflösung von 16 Bit und bis zu acht Kanläle pro Einheit.

Bei der Serie AWG5200 von Tektronix handelt es sich um einen Arbiträr-Signalgenerator mit einer Abtastrate von 10 GS/s, einer vertikalen Auflösung von 16 Bit und bis zu acht Kanäle pro Einheit. Die maximale reale Abtastrate beträgt laut Hersteller 5 GS/s. Das Gerät kann jedoch im DDR-Modus betrieben werden, bei dem beide Flanken (10 GS/s) des Clock-Signals für den DAC genutzt werden. In diesem Modus ist jeder zweite Datenpunkt interpoliert, die Daten werden weiterhin mit 5 GHz aus dem Speicher gelesen. Mit Hilfe der Technik können unerwünschte Spiegelfrequenzen zu höheren Frequenzen verschoben werden. Die gespiegelten Signale lassen sich je nach Applikationen auch als Signal nutzen, jedoch zu Lasten der Dynamik, die analoge 3-dB-Bandbreite des AWGs beträgt 2 GHz. Der Kanal-zu-Kanal-Skew beträgt <10 ps. Zudem unterstützen die Geräte die Synchronisation von mehreren Einheiten.

Die Serie umfasst eine flexible Plugin-Suite für die Signalgenerierung, die eine umfassende Abdeckung für unterschiedliche Standards und digitale Modulationsverfahren bietet. Jeder Kanal des Signalgenerators verfügt über unabhängige Ausgangspfade, eine individuelle Verstärkung, ein separates Sequencing, Aufwärtswandlung, einen eigenen Speicher und kann unabhängig ohne Übersprechen oder Einschränkungen hinsichtlich der Kanalleistung gesteuert werden. Als Gemeinsamkeit bieten die Generatoren auf allen Kanälen den gleichen Takt oder, wenn der Anwender es wünscht, einen externen Referenztakt.

Für komplexe Umgebungen

Zusätzliche Skalierbarkeit lässt sich durch die Synchronisation mehrerer Einheiten erreichen.
Zusätzliche Skalierbarkeit lässt sich durch die Synchronisation mehrerer Einheiten erreichen. (Bild: Tektronix)

Durch die Unabhängigkeit und Flexibilität in Kombination mit seiner 16-Bit-Auflösung, einer Latenzzeit von weniger als 2 µs und einer schnellen Anstiegszeit ist der Generator eine ausgezeichnete Quelle, um komplexe, reale Umgebungen zu erzeugen, Phased Arrays zu prüfen, Testobjekte zu simulieren oder ältere Systeme durch neue Standardlösungen zu ersetzen. Entwickler von Hochfrequenzschaltungen können mit den direkten Signalerzeugungsverfahren die Signalgenerierung konsolidieren. Eine wachsende Bibliothek an Plug-ins steht zur Verfügung, um Signale zu erzeugen, Signale vorzuverzerren oder Test mit Hilfe von Matlab-Skripts zu automatisieren.

Die Erzeugung von unterschiedlichen Signalen ist beispielsweise in Forschungsbereichen wie dem Quanten-Computer, der Nano/Mikrotechnologie-Entwicklung, Biomedizin und Physik immer entscheidender. Ein Nachteil ist, dass leistungsfähige Signalgeneratoren oft unflexibel und zudem teuer sind. Gerade Anforderungen wie Signaltreue, Latenz und Synchronisation sind nicht realisierbar. Der Generator kann standardmäßig mit bis zu acht synchronisierten Kanälen ausgestattet werden. Zusätzliche Skalierbarkeit lässt sich durch die Synchronisation mehrerer Einheiten erreichen.

Sowohl im AWG- und VSG-Modus betreiben

Neben dem AWG- (Arbitrary-Waveform-Generator-)Modus kann das Gerät auch im VSG- (Vector-Signal-Generator-)Modus betrieben werden, bei dem Basisbanddaten (IQ-Daten) im Speicher vorhanden sind. Das Basisbandsignal wird auf einen Träger höherer Frequenz gemischt, und die Ausgangsfrequenz kann On-the-Fly geändert werden (IQ-Modulator), der Speicherinhalt muss nicht wie beim AWG für jede Ausgangsfrequenz neu kompiliert werden. Die einzelnen Kanäle können parallel im AWG- oder VSG-Modus konfiguriert sein.

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