Elektronikfertigung

Der Arbeitsplatz im Zeitalter von IIoT und Industrie 4.0

| Autor / Redakteur: Dr. Friedrich W. Nolting * / Franz Graser

Zusammenführung: Neben dem Produktmodell gibt es das Prozessmodell, das die Prozess und Prüfparameter enthält. Erst durch die Integration von beiden Informationen ergibt sich ein vollständiges Abbild des Produktfortschrittes sowie der Produktqualität.
Zusammenführung: Neben dem Produktmodell gibt es das Prozessmodell, das die Prozess und Prüfparameter enthält. Erst durch die Integration von beiden Informationen ergibt sich ein vollständiges Abbild des Produktfortschrittes sowie der Produktqualität. (Bild: Aegis Software)

Hochflexible und variantenreiche Fertigungen können nicht auf manuelle Tätigkeiten verzichten. Der Beitrag zeigt Lösungsansätze auf, wie sich manuelle Prozesse in Industrie-4.0-Konzepte integrieren lassen.

Kommunizieren Maschinen untereinander, so bestehen die Herausforderungen darin, Informationen über geeignete Schnittstellen, mit aktueller Technologie und standardisierten Protokollen auszutauschen. Maschinen folgen dabei entsprechend ihres Funktionsumfanges vorgefertigten Mustern bei der Ausführung von Prozessen und Arbeitsschritten. Das Konzept „Industrie 4.0“ verlagert nun zusätzliche Entscheidungskompetenzen in die Prozessabläufe, so dass mehr oder weniger sich selbst optimierende Produktionsabläufe entstehen.

Voraussetzungen dafür sind allerdings weitreichende Normierungen für den Datenaustausch und die Verarbeitung sehr großer Datenmengen. Eine Herausforderung, der sich die gesamte Industrie international bereits stellt und in ersten Lösungsansätzen präsentiert. Welche Anforderungen ergeben sich daraus für die Mitarbeiter?

Alle Beteiligten müssen in das Konzept der Industrie 4.0 integriert werden. Intelligente Arbeitsvorbereitung, Prozessdefinition und manuelle Prozessschritte sollen bewusst einbezogen werden und sollen sich als Bestandteil einer Gesamtlösung verstehen. Eine besondere Bedeutung erhalten die manuellen Prozesse, wenn sie in automatisierten Gesamtanlagen eingebunden sind.

Der smarte Arbeitsplatz im Industrie-4.0-Umfeld

Das gesamte Konzept Industrie 4.0 würde scheitern, wenn nicht auch die manuellen Prozesse integrierbar wären. Denn aus wirtschaftlichen Gründen ist davon auszugehen, dass speziell bei hoch flexiblen und variantenreichen Fertigungen die manuellen Tätigkeiten fester Bestandteil auch der modernsten Produktionsbetriebe bleiben werden. Im Folgenden werden erste Lösungsansätze vorgestellt, die eine Integration von manuellen Tätigkeiten in Industrie-4.0-Konzepte aufzeigen.

Für die Fabrik der Industrie 4.0 ist es entscheidend, wie alle relevanten Prozess- und Qualitätsdaten erfasst, aufbereitet und bereitgestellt werden. Die Aegis-Lösung erfüllt sowohl mit der IT-Infrastruktur als auch mit dem Software-Konzept die Herausforderungen, die Industrie 4.0 an ein System für den intelligenten Arbeitsplatz der Zukunft stellt. Im Bereich der Kommunikation wird bereits ein internationaler Standard eingesetzt, um den Informationsaustausch zwischen Maschinen und Anlagen zu standardisieren und damit zu vereinfachen.

Wie wird nun der smarte Arbeitsplatz integriert? Hierfür ist zunächst eine Arbeitsplatz-unabhängige Prozessbeschreibung erforderlich, die dynamisch auf Ablaufänderungen reagieren kann. Meldet sich ein Werkstück an einen Arbeitsplatz an, wird durch das System geprüft, ob der Arbeitsplatz zulässig ist und wenn ja, welche Tätigkeiten noch ausgeführt werden müssen oder welche Prüfschritte eventuell noch fehlen.

Das zugrunde liegende Workflow-Konzept bleibt dabei so wenig stringent wie möglich, um einen möglichst freizügigen Ablauf durch die Produktion zu ermöglichen. Damit muss allerdings auch der Arbeitsplan ständig aktualisiert werden und folgt eben nicht den veralteten festen Vorgaben aus einem ERP. Gesteuert wird das System über zentrale Serverinstanzen, die auf der Basis moderner Skalierungsmethoden auch mit großen Datenmengen umgehen können.

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