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Nur China und die USA sind zu begeistern Deloitte-Studie offenbart wachsende Skepsis bei autonomen Autos

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Autonomes Fahren, alternative Antriebe und voll vernetzte Fahrzeuge gelten als Schlüsselelemente des künftigen Individualverkehrs. Wie die Global-Automotive-Consumer-Studie von Deloitte zeigt, stößt aber vor allem das Prinzip des autonom fahrenden Autos bei den Deutschen auf wachsende Skepsis.

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Die Mehrheit (72%) der Deutschen hat beim Thema autonomes Fahren Sicherheitsbedenken, 53 Prozent ließen sich selbst durch positive Erfahrungswerte und Nachweise nicht umstimmen.
Die Mehrheit (72%) der Deutschen hat beim Thema autonomes Fahren Sicherheitsbedenken, 53 Prozent ließen sich selbst durch positive Erfahrungswerte und Nachweise nicht umstimmen.
(Bild: Rinspeed)

Die Mehrheit (72%) hat noch Sicherheitsbedenken, 47 Prozent ließen sich aber durch positive Erfahrungswerte und Nachweise überzeugen. Höhere Kosten für sicherheitsrelevante neue Technologien würden in Deutschland aber nur knapp über ein Viertel tragen. In allen Ländern zeigt sich ein „Generation Gap“: Je jünger die Befragten, desto größer ist die Erfolgschance neuer Mobilitätskonzepte.

Von deutschen Millennials haben 32 Prozent Interesse an selbstfahrenden Autos, in China sind es sogar 64 Prozent. „Die Deutschen gelten einerseits als technikgläubig, andererseits aber auch als eher distanziert, wenn es um Zukunftsvisionen geht. Das selbstfahrende Auto scheitert bei deutschen Verbrauchern vor allem an Sicherheitsbedenken.“, erklärt Dr. Thomas Schiller von Deloitte.

72 Prozent der Deutschen haben das Gefühl, dass die Sicherheit im autonomen Modus noch nicht ausreichend gegeben ist (Südkorea: 81%, China: 62%). Hierzulande räumt die Mehrheit der Verbraucher (51%) den etablierten Fahrzeugherstellern aber einen generellen Vertrauenszuschuss bei den neuen Technologien ein – anders als Chinesen und Inder, die auf neue Anbieter setzen. Im Gegensatz zu den US-Amerikanern (+3%) und Chinesen (+4,2%) zeigen die deutschen Verbraucher heute ein geringeres Interesse an selbstfahrenden Autos als noch vor drei Jahren (-2,8%).

Prüfsiegel überzeugen die Hälfte der Verbraucher

Sicherheitsrelevante Features stehen ganz oben auf der Präferenzliste, während Entertainment- und Convenience-Technologien auf deutlich geringere Begeisterung stoßen. Wenn sie einen Sicherheitsnachweis schriftlich bekämen, etwa in Gestalt präziser Dokumentationen und Belege, würde knapp die Hälfte der Deutschen (47%) die autonome Option wählen. Im internationalen Vergleich wären die Vertrauenswerte dann deutlich höher, allen voran in China mit 81 Prozent.

Insgesamt 1.750 Verbraucher aus Deutschland (weltweit über 22.000), darunter Vertreter der Generationen X (geboren zwischen 1965-1976) und Y (geboren nach 1976) sowie auch ältere Semester, nahmen an der Studie teil. Dabei zeigte sich vor allem die etwas reifere Gruppe zurückhaltend: Nur 20 Prozent können sich mit einem autonomen Fahrzeug anfreunden – bei der Generation X sind es schon 28, bei der Generation Y sogar 32 Prozent.

Zahlungsbereitschaft für neue Technologien gering

Die schöne neue Welt hat ihren Preis. Für innovative Technologien würde jedoch nur eine Minderheit tiefer in die Tasche greifen. Obwohl die Sicherheit deutschen Konsumenten beim autonomen Fahren wichtig wäre, sind nur 28 Prozent bereit, für entsprechende Technologien einen höheren Preis zu zahlen.

Für autonome Fahrzeuge würde ebenfalls nur ein Viertel einen Aufpreis von mehr als 500 US-$ in Kauf nehmen. Im Bereich der alternativen Antriebe wäre ein Drittel dazu bereit, wohingegen mit dem Thema Convenience in Deutschland kaum etwas zu verdienen wäre (10 Prozent). „Was Mobilität betrifft, sind die Deutschen konservativ. Wie der internationale Vergleich zeigt, müssen Anbieter innovativer Technologien, Lösungen und Services einige Überzeugungsarbeit leisten, wenn sie erfolgreich sein wollen.“, resümiert Schiller.

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