Industrial Networking Dedizierte Installationstechnik für IBV-Komponenten

Redakteur: Gerd Kucera

Mit seinen Vision-Installationslösungen bietet der schwäbische Spezialist für dezentrale Automatisierungstechnik jetzt maßgeschneiderte Lösungen für die industrielle Bildverarbeitung.

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Beispiele Vision-Installationslösungen: Der Xelity Hybrid Switch (v.l.n.r.) übernimmt die Datenkommunikation und Stromversorgung, die Injection Box ist ein vierfach Spannungs- und Signaleinspeiser mit 24V, die Master Breakout Box verteilt Spannung und Signale und der NEC Class 2 Splitter ist ein reiner Spannungs- und Signalverteiler.
Beispiele Vision-Installationslösungen: Der Xelity Hybrid Switch (v.l.n.r.) übernimmt die Datenkommunikation und Stromversorgung, die Injection Box ist ein vierfach Spannungs- und Signaleinspeiser mit 24V, die Master Breakout Box verteilt Spannung und Signale und der NEC Class 2 Splitter ist ein reiner Spannungs- und Signalverteiler.
(Bild: Murrelektronik)

Durch Weiterentwicklungen der Bildverarbeitungstechnik gewinnen IBV-Kameras und Vision-Systeme in der industriellen Fertigung und Logistik stetig an Bedeutung. Mit dedizierten Installationslösungen offeriert Murrelektronik ab sofort ein Konzept für dezentrale Anwendungen der Bildverarbeitung. Es richtet sich beispielsweise an Maschinen- und Anlagenbauer, wenn es um Spannungsversorgung sowie Signal- und Daten-Management bei der smarten Vernetzung von Kameratechnik im industriellen Fertigungsprozess oder in der Logistik geht. Dazu setzt Murrelektronik auf dezentrale, direkt im Maschinenumfeld montier- und steckbare Baugruppen wie Switches, Verteiler und Einspeiser sowie die entsprechende leistungsfähige konfektionierte Kabel- und Steckertechnik. Die Vorteile sind laut Murrelektronik ein minimaler Installationsaufwands owohl bei neuen als auch bestehenden Maschinen und Anlagen.

Plug and Play für Vision-Systeme

Die effiziente Energieversorgung und eine verlässliche Datenkommunikation sind die Pfeiler eines funktionierenden Installationskonzeptes. Ziel ist es, Sensorik und Aktorik einer Maschine oder Anlage besonders effizient und wirtschaftlich zu einem System zusammenzubringen; dazu sind die Vision-Installationslösungen modular aufgebaut. Sie bieten die Möglichkeit, industrielle Bildverarbeitung nicht nur bei der Entwicklung neuer Maschinen und Anlagen in einem dezentralen Installationskonzept zu integrieren, sondern auch in bestehende Systemarchitekturen einzubinden.

Zu diesen Komponenten zählen etwa der Xelity Hybrid Switch, der die reibungslose und fehlerfreie Datenkommunikation übernimmt und an den bis zu vier Kameras angeschlossen werden können. Die Master Breakout Box (Spannungs- und Signalverteiler) sowie die Injection Box (Spannungs- und Signaleinspeiser) sind weitere Komponenten. Sie alle werden direkt im Maschinenumfeld montiert, also in direkter Nähe zum jeweiligen Vision-System.

„Unser dezentrales Installationskonzept hat den Vorteil, dass wir unseren Kunden die zeitaufwändige und teure Installation im Schaltschrank ersparen“, sagt Simon Schlichenmaier, Market Development Vision-Systeme bei Murrelektronik, „Schaltschränke können also kleiner dimensioniert werden. Weiterer Vorteil: Mit den modularen Plug & Play-Lösungen lassen sich Vision-Systeme nicht nur schnell und flexibel in Betrieb nehmen, sondern die Module erleichtern und beschleunigen zudem Funktionsdiagnosen im Betrieb. Das reduziert Anlagen- und Maschinenstillstände signifikant.“

Intelligenz dort, wo sie gebraucht wird

Mit den Vision-Installationslösungen richtet Murrelektronik den Fokus auf alle Prozesse, die zwischen der Kamera und der Anlagensteuerung ablaufen. Und dort, wo industrielle Bildverarbeitung in bestehenden Systemen wegen übervoller Schaltschränke nicht möglich war, schaffen die Installationslösungen mit kürzeren Kabeln und weniger Kabelgewirr Abhilfe: Aufgrund einer Datenübertragungsrate von 1 Gbit/s über X-codierte Datenleitungen zum Switch ist die für viele industrielle Anwendungen hochauflösende Bildverarbeitung laut Schlichenmaier problemlos möglich. Die Netzkommunikation erfolgt mit bis zu 2,5 Gbit/s.

„Die Datenverarbeitung findet direkt vor Ort an der Maschine statt. Wir bringen die Intelligenz also dahin, wo sie gebraucht wird und entschlacken die Schaltschränke“, sagt Schlichenmaier.

Murrelektronik ist ein international agierendes Familienunternehmen in der Automatisierungstechnik mit über 3000 Beschäftigten. Ziel ist es, Maschinen- und Anlageninstallationen zu optimieren und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden zu erhöhen. Dazu steht die Dezentralisierung im Mittelpunkt: die Steuerungsebene in Maschinen und Anlagen wird mit bewährten Konzepten und neuen Technologien optimiert und mit der Sensor-Aktor-Ebene verbunden.

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