Deal Breaker statt Deal Maker: Stoppt Trump Lattice-Verkauf?

| Redakteur: Michael Eckstein

Darf Lattice verkauft werden? Donald Trump muss entscheiden.
Darf Lattice verkauft werden? Donald Trump muss entscheiden. (Bild: Evan Vucci/AP/dpa)

Das US-amerikanische Committee on Foreign Investment hat der US-Regierung empfohlen, den geplanten Verkauf von Lattice Semiconductor an die private Equity-Gesellschaft Canyon Bridge Partners zu blockieren.

Brisant dabei: Die Equity-Gesellschaft hat Verbindungen zur chinesischen Zentralregierung, wie das amerikanische Nachrichtenmagazin EE Times berichtet. Laut einer regulatorischen Einreichung will Lattice auch weiterhin mit dem Präsidenten und dem „Committee on Foreign Investment“ (CFIUS, zu deutsch: Ausschuss für ausländische Investitionen in den Vereinigten Staaten) zusammenarbeiten, um Maßnahmen zu ergründen, mit denen sich die bestehenden nationalen Sicherheitsbedenken ausräumen lassen. Ziel ist es, die Transaktion doch noch zu ermöglichen. Lattice geht davon aus, dass sowohl seine Aktionäre als auch seine Mitarbeiter davon profitieren würden.

Canyon Bridge wollte Lattice bereits im vergangenen November für rund 1,3 Mrd. Dollar in bar übernehmen. Trotz der Zustimmung der Anteilseigner hat das CFIUS das Geschäft untersucht – just zu einem Zeitpunkt, seit dem die neue US-Regierung Chinas Ambitionen in der globalen Halbleiterindustrie zunehmend kritisch betrachtet.

Wie EE Times berichtet, hat eine Gruppe von US-Gesetzgebern ihren Finanzminister in einem Schreiben empfohlen, den geplanten Verkauf zu blockieren, da dadurch die Führungsrolle der USA im Halbleitermarkt gefährdet sei.

Das CFIUS hat das Geschäft ungewöhnlich lange geprüft. Canyon Bridge und Lattice haben offenbar mehrfach versucht, schriftlich zur Klärung des Sachverhalts beizutragen. CFIUS ist nach amerikanischem Recht nicht dazu verpflichtet, über seine Untersuchungen oder Gründe Auskunft zu erteilen.

Jetzt hat Präsident Trump 15 Tage Zeit, den „Deal“ aufzuschieben, zu untersagen oder zu ermöglichen. Laut dem Reuters-Nachrichtendienst sind bislang alle US-Präsidenten den Empfehlungen des CFIUS gefolgt.

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