Raspberry-Pi-Projekt

Datensicherheit für Raspberry Pi

| Redakteur: Margit Kuther

Raspberry Pi Modell B: Auch die Mini-PC-Platine benötigt Schutz vor Viren & Co.
Raspberry Pi Modell B: Auch die Mini-PC-Platine benötigt Schutz vor Viren & Co. (Bild: Farnell)

Schadsoftware macht auch vor dem Raspberry Pi nicht Halt. FTAPI hat daher eine Managed-File-Transfer-Lösung auf dem Raspberry Pi Modell B getestet.

Mit dem Managed-File-Transfer-System von FTAPI Software kann der Raspberry Pi (Vertrieb: Farnell und RS Components; rund 35 Euro) selbst riesige Dateien Ende-zu-Ende verschlüsselt verschicken. Laut Tests von FTAPI gestaltet sich die Installation und Inbetriebnahme der Server-Software einfach.

„Nach der Einrichtung von Java und der Installation von Apache Tomcat konnte man sofort über die URL des Pi direkt FTAPI aufrufen und Daten wie gewohnt verschicken“, schreibt Stephan Niedermeier, CTO bei FTAPI Software, in seinem Weblog.

Für den Software-Architekten ein Beweis dafür, dass komplexe Funktionen wie der Transfer und die Ende-zu-Ende Verschlüsselung riesiger Dateien mit minimalem Einsatz von Ressourcen realisierbar sind. Sein Fazit: Mit einigen wenigen Anpassungen lässt sich der Raspberry Pi mühelos als vollwertiger Server für ein Enterprise-Softwaresystem einsetzen.

So installieren Sie FTAPI auf dem Raspberry Pi:

Stephan Niedermeier berichtet in seinem Blog: „Nachdem die SD-Karte formatiert und dann mit dem – auf Debian basierten – Betriebssystem Raspian (Soft-Float) bespielt wurde, habe ich zunächst die von Oracle speziell für ARM bereitgestellte Java-Version installiert. In verschiedenen Foren wurde davon abgeraten, OpenJDK einzusetzen, da diese deutlich langsamer sein soll. Ausprobiert habe ich das allerdings noch nicht.

Nachdem Java erfolgreich eingerichtet war, wurde anschließend der aktuelle Apache Tomcat installiert, darin die ROOT.war von FTAPI SecuTransfer platziert und der Kater gestartet. Danach konnte man sofort über die URL des PI direkt FTAPI aufrufen und Daten wie gewohnt verschicken.

Aufgrund der dürftigen IO der SD Card sind aber vor allem Schreiboperationen verhältnismäßig langsam. Mit ein wenig Tuning sollten aber auch hier akzeptable Werte erreicht werden. Zum Beispiel wäre zu überlegen, die Datenbank und den Storage auf eine externe USB-Festplatte auszulagern.

Alles in allem zeigte dieses Experiment aber, wie flexibel FTAPI SecuTransfer ist, da es auf hochskalierbaren „Server-Farmen“ mit entsprechender Anfragelast genauso seinen Dienst verrichten kann, wie auf einem kreditkartengroßen Mini-Computer mit einer Leistungsaufnahme von nur ca. 3 Watt.

Details zu SecuTransfer von FTAPI Software

FTAPI SecuTransfer ist eine Unternehmenslösung für die durchgängig verschlüsselte Übertragung und Speicherung von Dateien für den Austausch mit Kunden, Lieferanten und Projektteams. Das in Deutschland entwickelte Softwaresystem unterscheidet sich von anderen File Transfer Lösungen im Wesentlichen durch die besondere Kombination von echter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und einfacher Bedienung im Webbrowser.

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