Augmented Reality

Datenbrille ermöglicht Hubschraubereinsätze bei schlechter Sicht

| Redakteur: Katharina Juschkat

Studie beweist Leistungssteigerung von Piloten

Sind all diese Informationen für den Piloten tatsächlich hilfreich? Um diese Frage zu beantworten, haben die TUM-Forscher eine Studie mit 16 professionellen Hubschrauberpiloten durchgeführt. Diese durften das neue Head-Mounted Display während verschiedener Simulator-Flüge testen. Die Ingenieure zeichneten auf, wie die Probanden flogen und befragten diese anschließend nach Stresssymptomen.

Die Ergebnisse präsentierte Viertler unlängst den Mitgliedern der American Helicopter Society in West Palm Beach, Florida: Bei Sichtweiten von unter 800 m profitierten die Piloten messbar von eingeblendeten Gelände- und Flugdaten. Sie flogen nicht nur schneller und sicherer als ohne Helmsichtgerät, sondern empfanden die Einsätze auch geistig und körperlich weniger anstrengend. Besonders deutlich kamen die Vorteile des Systems bei extrem schlechter Sicht von nur 100 m bis 400 m zum Tragen.

Nächste Testphase in Forschungshubschraubern

„Die neue Technik kann das Risiko bei Hubschraubereinsätzen verringern“, sagt Viertler. „Das Hauptproblem ist schlechte Sicht durch Wolken oder Schnee beziehungsweise Staub, der bei Start und Landung aufgewirbelt wird. Gegen diesen Whiteout bzw. Brownout kann die Augmented Reality helfen.“

Bis die Piloten in der täglichen Praxis davon profitieren, wird allerdings noch einige Zeit vergehen: Die Erfassung, Auswertung und Projektion der Daten muss jetzt erst einmal in Forschungshubschraubern erprobt werden. „Das können wir mit unserem Simulator nicht leisten“, sagt Viertler. Man sei hier auf die Unterstützung der Industrie angewiesen. Diese habe aber bereits großes Interesse signalisiert.

Der Beitrag wurde ursprünglich von unserem Schwestermagazin elektrotechnik veröffentlicht.

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