Intelligente Produktion

Daten sammeln in der Fabrik 4.0

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Die Datenwelt wird sich weiter verändern und neue Modelle werden ähnlich vielfältig wie die Perspektive des Befragten sein. Ein bereits umsetzbares Anwendungsszenario ist eine Weiterführung im Bereich Predictive Maintenance mit Einbindung der Mitarbeiter.

Zukunftsvisionen für Big Data und Industrie 4.0

„Aktuelle ITK-Komponenten könnten mit Big-Data-Lösungen den Mitarbeiter zu einem Micromanager machen, der anhand der Informationen aus Sensordaten dezentral und unabhängig Entscheidungen treffen kann“, beschreibt Dominic Gorecky. Im Idealfall könnte so an einer vernetzten Produktionsstraße weitergearbeitet werden, selbst wenn einzelne Geräte für Wartungen entfernt werden.

Bildergalerie

„Für die Industriezweige wie Automotive und Smart-Grid sind Data-in-Motion-Applikationen eine große Chance“, erklärt Andy Leaver. Hortonworks will zeitnah mithilfe des Apache NiFi-basierten Hortonworks DataFlow die Kapazitäten von Hadoop vollständig auf Echtzeitdatenverarbeitung erweitern, was für Connected Car oder intelligente Verkehrsleitsysteme ebenso wie für Stromnetzoptimierung Potenziale bergen kann.

„Es entstehen bereits neue Geschäftsmodelle, bei denen Endkunden nicht mehr die Maschinen selbst besitzen, sondern nur noch den Produktions-Output kaufen wollen. Production-as-a-Service wird hier im Industriebereich durchaus ein Thema und hat großen Einfluss auf Bereiche wie das Product Lifecycle Management“, kommentiert Peter Weckesser. Über kurz oder lang könnten so Modelle entstehen, die in anderen Infrastruktur- und Hardwarebereichen des IT-Umfelds (etwa IaaS) bereits tragbar sind. Je modularer Maschinen werden, desto radikaler könnten sich also auch das Gesicht der Produktion selbst und ihrer Grundlagen ändern.

Ende 2015 hat IBM in München das Watson Innovation Center eröffnet, am dem etwa 1.000 Entwickler und Forscher an Projekten auf Basis des KI-Computerprogramms arbeiten werden. Durch die Watson Developer Cloud steht Entwicklern eine offene Plattform zu Verfügung, um eigene Anwendungen basierend auf kognitiver Watson-Technologie zu bauen, das könnte den Erkenntnisgewinn nachhaltig demokratisieren.

„Wir sehen Cognitive Computing als essenziell dafür an, um Daten auch in Zukunft sinnvoll verarbeiten sowie die darin enthaltenen Erkenntnisse nutzbar machen zu können. Mit IBM Watson bieten wir die mit Abstand am breitesten aufgestellte Technologieplattform für die Entwicklung kognitiver Anwendungen an“, schließt Hans-Joachim Köppen.

Der Beitrag ist ursprünglich bei unserer Schwesterpublikation IT-Business erschienen.

(ID:43937540)