Multimedia im Auto

Das Testsystem garantiert beste Unterhaltung an Bord

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Der manuelle Funktionstest als Sonderstellung

Eine Sonderstellung in der Testlinie nimmt der MFT (manueller Funktionstest) ein. Es ist der Arbeitsplatz von Mitarbeitern, die eine kundenorientierte Prüfung der Geräte vornehmen. Sie prüfen die Geräte aus Anwendersicht, nehmen Hörtests über Kopfhörer vor und prüfen manuell die DVD-Funktionen. Durch Verbinden des Prüflings mit Kfz-Anzeigen und Kfz-Bedienelementen, wie Lenkradschalter, können zwei Geräte sowohl manuell als auch teilautomatisch stimuliert werden. Sehr praktisch ist die Führung des Mitarbeiters über ein sogenanntes elektronisches Drehbuch, unterstützt durch Bild- und Videoelemente.

Auf diese Weise kann der Prüfplatz je nach Produktionsstandort auf die lokalen Bedürfnisse angepasst werden. Mehrere Kamerasysteme werfen einen letzten Blick auf das Gerät und ein Bildverarbeitungsprogramm prüft die Vollständigkeit. Alle Anschlussstecker werden dabei auf Anwesenheit und die Anschlussstifte auf das korrekte Taumelspiel geprüft. Die Farben von Aufklebern und die Anwesenheit der korrekten Barcodes und Sticker werden untersucht. Ebenfalls wird nachgeschaut, ob die Kühlpads für die elektronischen Schaltkreise korrekt montiert sind. Das Gehäuse, die Führungsschienen und die Befestigungselemente werden vermessen. Dazu gehört auch der Vollständigkeitscheck von Schrauben und Clips. Abschließend werden die DVD-Mechanik und die Einzugsschlitze überprüft.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS 24/2015 erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

Die Diagnosedaten der Prüflinge

Die eigentliche Schnittstelle zum Automobilhersteller ist der Auslieferungsplatz. Zusammen mit der Kunden-Software erfolgt hier die Konfiguration für den Einsatz im Zielfahrzeug. Dazu gehören das Programmieren der Fertigungsdaten und die Konfiguration für den Just-in-Sequence-Versand. Zu den kundenseitigen Daten kommen die Diagnosedaten, Ausstattung, Optionen im Gerät, der Einsatzort, Versions-Angaben und Datumsangaben hinzu.

Alle Diagnosedaten der Prüflinge werden in einem komplexen Programm aufbereitet und stehen per Langzeitspeicherung für eine jederzeitige Inspektion beim Hersteller zur Verfügung. Die Testanlage selbst wird regelmäßig überprüft, um Fehldiagnosen zu vermeiden. Beispielsweise werden über den MCD DatenManager die Prüfdaten ausgewertet und die Stabilitäten sowie die Zwischenergebnisse überprüft.

Eine Kalibrierung der Messdaten erfolgt durch Prüfläufe mit Golden Devices. Hinweise auf eventuelle schleichende Veränderungen gibt die dauerhafte Analyse per Trenderkennung über den MCD-DatenManager. Diese Software ist über Schnittstellen mit dem Manufacturing Execution System, MES, des Infotainmentherstellers verbunden, das die Brücke zwischen der technisch/physikalischen und der betriebswirtschaftlichen Welt schlägt.

* Labib Feidy ist bei MCD Elektronik als Business Development Manager verantwortlich und arbeitet in Birkenfeld.

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